02:02 19 November 2018
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    Eine-Griwna-Schein (Symbolbild)

    Kiewer Politiker: Ukrainische Wirtschaft „unter IWF-Kontrolle“ vernichtet

    © Sputnik / Aleksandr Demjantschuk
    Wirtschaft
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    Das Bestreben der Kiewer Behörden zur Zusammenarbeit mit dem IWF ist laut dem Führer der ukrainischen Bewegung „Ukrainische Wahl – Rechte des Volkes“, Viktor Medwedtschuk, der Grund für die Vernichtung der Wirtschaft des Landes und der Armut der Ukrainer geworden. Seine Erklärung ist auf der Webseite der Bewegung veröffentlicht worden.

    Medwedtschuk betont, dass sich die ukrainische Wirtschaft in einer katastrophalen Lage befinde: „Wenn wir vom weltweiten Ranking sprechen, so gehen uns nicht nur Moldau, sondern auch Butan, Philippinen und sogar (…) Honduras voraus. Solche „schwindelerregende“ Indexe erreichte Kiew nicht etwa durch die enge Zusammenarbeit mit dem IWF, sondern vor allem unter seiner unablässigen Kontrolle und aufmerksamen Führung“, stellt der Politiker fest.

    Dabei betont Medwedtschuk, dass wegen der Forderungen des IWF die Kiewer Behörden den Griwna-Kurs loslassen mussten, infolgedessen er mehr als um das Dreifache abgestürzt sei. Darüber hinaus seien ein Personalabbau von Staatsbeamten durchgeführt, die Gaspreise erhöht und die Gas-Verbrauchsnormen reduziert worden. Insgesamt seien nach Medwedtschuks Worten im Vergleich zum Jahr 2013 die Gaspreise fast um das Zwölffache gestiegen.

    Medwedtschuk warf der heutigen Landesführung Verrat der nationalen Interessen vor.

    „Die Macht setzt die ‚Partnerzusammenarbeit‘ mit dem IWF fort, indem sie die Wirtschaft vernichtet, die Ukrainer zur Armut verdammt und die nationalen Interessen verrät“, erklärte er.

    Kiew, Ukraine (Archivbild)
    © Sputnik / Michail Woskresenkij
    Das vierjährige Programm der IWF-Hilfe unter Anwendung des Mechanismus einer erweiterten Finanzierung (EFF) sieht die Bereitstellung von 17,5 Milliarden Dollar für die Ukraine vor. Im März 2015 hatte Kiew die erste Tranche in Höhe von fünf Milliarden Dollar bekommen, und im August desselben Jahres – die zweite Tranche in Höhe von 1,7 Milliarden Dollar. In den Jahren 2016 und 2017 erhielt die Ukraine jeweils eine Tranche in Höhe von einer Milliarde Dollar. Die ukrainischen Mächte hofften, die fünfte Tranche bis Ende 2017 zu bekommen, allerdings ist diese bis dato noch nicht bereitgestellt worden.

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    Tags:
    Geldtranche, Griwna-Kurs, IWF-Hilfe, Wirtschaft, Bewegung "Ukrainische Wahl - Rechte des Volkes", Ukrainische Regierung, IWF, Viktor Medwedtschuk, Butan, Honduras, Moldau, Europa, Philippinen, Ukraine