09:18 16 November 2018
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    LNG-Tanker (Symbolbild)

    Deutsche Bundesregierung prüft Finanzierung von LNG-Terminal

    © AP Photo / Koji Sasahara
    Wirtschaft
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    Das Ministerkabinett der Bundesrepublik Deutschland prüft laut dem Regierungssprecher, Steffen Seibert, gegenwärtig die Optionen für die Finanzierung eines LNG-Terminals in Deutschland.

    „Wir sind der Meinung, dass die Diversifizierung im Bereich der Gasversorgung für die gesamte EU in der Zukunft zu einer sichereren Bereitstellung von Energieträgern zu einem wettbewerbsfähigen Preis beiträgt“, sagte Seibert.

    „Wir wissen, dass private Investoren jetzt eine Prüfung für den Bau eines LNG-Terminals an verschiedenen Orten in Deutschland durchführen, unter anderem in den Städten Brunsbüttel, Stade, Wilhelmshaven und Rostock. Die Regierung untersucht wiederum mögliche Finanzierungsoptionen im Rahmen des bestehenden Bundes-Programms."

    Laut Seibert ist im Koalitionsvertrag der Bundesregierung vorgesehen, dass Deutschland die Grundlage für die LNG-Infrastruktur bilden soll, so dass Berlin private kommerzielle Initiativen in Bereich der deutschen Gaslogistik begrüßen würde.

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    Auf die Frage, ob die Initiative für den Terminal-Bau mit dem Projekt „Nord Stream-2“ und den möglichen Sanktionen der USA in Bezug auf dieses Projekt zusammenhänge, erklärte Seibert, dass dies auf die Interessen Deutschlands und Europas zurückzuführen sei — ausgehend von der Finanzierung der Infrastrukturen für den Gasimport — diversifizierte, zuverlässige und wettbewerbsfähige Energieträger zu beziehen.

    Laut Vertrag umfasst das Projekt "Nord Stream-2" den Bau einer zweiten Erdgaspipeline mit einer Gesamtkapazität von 55 Milliarden Kubikmetern Gas jährlich, von der Küste Russlands über die Ostsee nach Deutschland. Der neue Zweig soll neben der bereits bestehenden Nord Stream-Erdgaspipeline gebaut werden.

    Er wird entlang der Ostseeküste durch die territorialen und Wirtschaftszonen von Russland, Finnland, Schweden, Dänemark und Deutschland verlaufen. Der Abschluss des Baus ist für Ende 2019 geplant.

    Gegen die Umsetzung von "Nord Stream-2" gibt es Widerstand aus diversen Ländern. In erster Linie zu erwähnen ist die Ukraine, die befürchtet, die Einnahmen aus dem Transit von russischem Erdgas zu verlieren.

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    Lettland, Litauen und Polen haben gemeinsam erklärt, dass Sie den Bau von „Nord Stream 2“ nicht billigen. Sie sind der Meinung, dass es sich dabei um ein politisches Projekt handle.

    Die USA  torpedieren das Projekt mit allen Mitteln, da sie selbst ehrgeizige Pläne für den Export von Flüssiggas nach Europa verfolgen. US-Vertreter haben wiederholt erklärt, sie beabsichtigen der Umsetzung von "Nord Stream-2" weiterhin entgegenzuwirken und in diesem Zusammenhang die Einführung von Sanktionen gegen die Teilnehmer des Projektes in Betracht ziehen.

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    Tags:
    LNG-Terminal, Gasversorgung, Finanzierung, Bau, Nord Stream 2, Deutschland, USA