06:21 20 November 2018
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    Verleihung des ersten Preises

    Suworow-Preis 2018 für Start-ups in Medizin und Informationstechnologien

    © Sputnik / Natalia Pawlowa
    Wirtschaft
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    Natalia Pawlowa
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    Gewinner sind drei schweizerisch-russische Projekte im Bereich Medizin und Informationstechnologien. Die Start-ups erhielten eine Geldprämie und Unterstützung bei der Einführung ihrer Neuentwicklungen auf dem Markt. Der Direktor des größten Schweizer Innovationsparks schätzt die Erfindungen hoch ein.

    „Ein Soldat, der nicht General zu werden träumt, ist ein erbärmlicher Krieger.“ Dieser Spruch stammt von dem legendären russischen Feldherrn Alexander Suworow. Unter seiner Führung überquerte die russische Armee im Jahr 1799 im Krieg gegen die napoleonische Armee die Alpen. Dieses heldenhafte Ereignis hat sowohl in der russischen als auch in der schweizerischen Geschichte eine große Bedeutung.

    Der Wettbewerb wurde nicht umsonst zu Ehren des großen Heerführers benannt. Angesichts des globalen Wettbewerbs müssen Start-ups erhebliche Schwierigkeiten überwinden, um „Generäle von Innovationen“ zu werden. Aber wie Suworow sagte: „Je anstrengender die Ausbildung, desto leichter der Kampf.“

    Beatrice Lombardt mit Preisträgern
    © Sputnik / Natalia Pawlowa
    Beatrice Lombardt mit Preisträgern

    Der vom „Schweizerisch-Russischen Forum“ gestiftete Preis ist eine Auszeichnung für die besten schweizerisch-russischen Innovationsprojekte von Start-up-Unternehmen. Die Gründerin des Forums, Beatrice Lombard-Martin, erzählte für Sputnik, wie alles begonnen hat.

    „2010 haben wir und der Schweizer Botschafter entschieden, einen jährlichen Schweizerisch-Russischen Innovationspreis zu vergeben. Von Anfang an hat es sehr gut funktioniert, weil wir das mit der russischen Stiftung zur Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen zusammen machen. Die Universitäten in Russland und in der Schweiz sind auch dabei. Alles funktioniert, weil wir das zusammen machen. Deshalb bin ich enttäuscht von der Einstellung des Westens gegenüber Russland und finde die Sanktionen nicht zielführend. Ich hoffe, irgendwann wird sich das normalisieren, weil Europa und Russland zusammengehören.“

    Hauptkriterien für die Auswahl der Bewerber um den Preis, der dieses Jahr schon zum achten Mal vergeben wurde, waren wissenschaftliche Neuheit des Projekts, soziale Ausrichtung und kommerzielles Potenzial.

    Das Reha-Zentrum für Hörgeschädigte MELFON (der erste Preis) hat ein Programm zum richtigen Auswählen eines Hörgerätes erstellt. Nicht alle Patienten können erworbene Hörgeräte benutzen. Von zehn Millionen Hörgeräten passt eine Million nicht. Besonders gefährlich sieht es für Kinder aus, denn sie können sich „im Land der Tauben“ nicht richtig entwickeln. Das neue Programm soll Ärzten helfen, die Hörgeräteversorgung richtig auszuführen.

    NanoLab (zweiter Preis) hat einen Virtual-Reality-Molekülbaukasten für den Chemieunterricht auf professioneller Ebene entwickelt. Single-End-Fault-Locator (dritter Preis) erlaubt, anhand von T-symmetrischen Funktionen einen weit entfernten Ort mit Stromausfall genau zu identifizieren und die Stromversorgung so schnell wie möglich wiederherzustellen.

    Der Suworow-Innovationspreis sei unglaublich wichtig, betonte Nils Gebhardt, Managing Director von Schweizer Park Innovaare auf dem Areal des Paul-Scherrer-Instituts (PSI) in Villigen, im Sputnik-Gespräch.

    „Innovative Unternehmen beider Länder arbeiten zusammen und beobachten, was in beiden Ländern passiert. Der Preis ist natürlich auch für jedes kleine Unternehmen sehr wichtig, wenn es um Publizität geht. Die Gewinner erhalten eine Geldprämie und Unterstützung bei der Einführung ihrer Neuentwicklungen auf dem Markt.“

    Das sei sehr wichtig für die Entwicklung dieser kleinen Unternehmen, alle drei Projekte seien sehr interessant, fügte der Vertreter des größten, vor zwei Jahren gegründeten Schweizer Forschungsinstituts hinzu.

    „Sie sind ganz weit vorne, was die Aktualität und die Lösungen angeht. Wenn ich an die Nanotechnologie denke, insbesondere an die Herstellung der Nanoroboter, dann ist das sehr aktuell. Auch das Hörgerätethema ist sehr aktuell. Das Elektrizität-Projekt ist ein sehr interessantes Thema für das Management von Strömen und Netzwerken. Das wird entscheiden, ob wir als Menschheit es überhaupt schaffen, auf unserem Planeten einigermaßen gut weiterzuleben“, so Gebhardt.

    An der Zeremonie der Verleihung des Suworow-Preises 2018 in Moskau haben herausragende Vertreter aus Wissenschaft und Business, namhafte Amtspersonen und Persönlichkeiten Russlands und der Schweiz teilgenommen.

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    Tags:
    Innovationsprojekte, Start-up, Innovationen, Suworow-Preis, Schweiz, Russland