08:22 16 November 2018
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    Russische Eisbrecher (Archivbild)

    Russland dürfte wegen neuer Forderungen an Treibstoff Milliardenverluste hinnehmen

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    Wirtschaft
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    Die russische Ölindustrie dürfte nach dem Inkrafttreten neuer Regeln der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) zum Auftanken von Schiffen im Jahr 2020 mit erheblichen Verlusten rechnen. Zu diesem Schluss gelangten Analysten der Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg.

    Nach neuen Regeln darf der Gehalt von Schwefel im Treibstoff 0,5 Prozent nicht übersteigen. Derzeit gilt in den meisten Regionen der Welt ein Schwefelgehalt im Schiffstreibstoff von 3,5 Prozent als normal.

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    Die von Bloomberg befragten Experten sind der Ansicht, dass russische Ölraffinerien es nicht schaffen, sich auf neue Standards umzustellen. Nach dem Stand vom Ende September wurde in Russland Treibstoff nicht hergestellt, der IMO-Anforderungen gerecht ist. Etwa zwei Drittel der russischen Ölprodukte weisen einen Schwefelgehalt von rund 2,5 Prozent auf.

    „Allem Anschein nach wird das Ölsegment Russlands in finanzieller Hinsicht am stärksten betroffen sein“, meinte Alexander Schtscherbakow von IHS Markit Ltd.

    Die Investmentbank Wood & Co. Financial Services AS schätzte die möglichen Verluste Russlands im Jahr 2020 auf 3,5 Milliarden US-Dollar.

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    Tags:
    Schifffahrt, Treibstoff, Verbot, Verluste, Russland