22:34 18 November 2018
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    Siemensstadt in Berlin

    600-Millionen-Investition: Siemens wählt Berlin als Campus-Standort

    © REUTERS / Hannibal Hanschke
    Wirtschaft
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    Jetzt ist es amtlich: Der neue Innovationscampus von Siemens entsteht weder in den USA noch in Asien, sondern in der deutschen Bundeshauptstadt Berlin. Eine entsprechende Vereinbarung ist am Mittwoch zwischen Siemens und der Landesregierung in Berlin unterzeichnet worden. 600 Millionen sollen von Siemens fließen.

    Bereits am Mittwoch hatte Siemens-Chef Joe Kaeser im Gespräch mit RBB an die Tradition der Gründerkultur angeknüpft und hervorgehoben, dass diese Tradition deutlich älter als die des Silicon Valley in Kalifornien sei. Der Regierende Bürgermeister Berlins, Michael Müller, hatte seinerseits betont, dass das ein wichtiger Tag für Berlin als Wirtschaftsstandort sei. Schließlich entstünde ein neuer Stadtteil. Bereitschaft zur Zusammenarbeit, die „bis ins Kanzleramt“ reiche, signalisierte Müller ebenfalls.

    600 Millionen will Siemens im Rahmen des Innovationscampus in Berlin investieren – das ist die größte Einzelinvestition in Berlin nach dem Krieg. Die Stadt ihrerseits garantiert dem Unternehmen schnelles Internet und einen Straßenausbau für gute Verkehrsanbindungen. Für die denkmalgeschützten Gebäuden in Siemensstadt soll gelten: Die Fassaden und Dächer bleiben, wie sie sind, das Innere darf den Zwecken von Siemens angepasst werden.

    Der Innovationscampus umfasst auf etwa einem Quadratkilometer im Berliner Stadtbezirk Spandau Büros, Forschungslabors, Produktionsstätten für Technologien, aber auch ein Hotel, eine Schule und Einzelhandelseinrichtungen. Auf dem Gelände sollen auch Start-up-Firmen angesiedelt werden und auch Mietwohnungen entstehen.

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    Tags:
    Miete, Wirtschaft, Siemens, Michael Müller, Joe Kaeser, Spandau, Berlin