15:53 05 Juni 2020
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    Russland, Indien und der Iran besprechen im November den Start des internationalen Nord-Süd-Verkehrskorridors. Das berichtet die indische Nachrichtenagentur UNI unter Berufung auf Indiens Handelsminister, Suresh Prabhu.

    Demzufolge findet das Treffen am 23. November statt. In dessen Rahmen würden möglicherweise alle Probleme gelöst, damit die Route so schnell wie möglich operationalisiert werden könnte.

    >>> Mehr zum Thema: Russland kreiert Konkurrenz für den Sueskanal

    Die dreiseitige Zusammenkunft werde dem Treffen zwischen Prabhu und der russischen Delegation am 28. Oktober folgen.

    Der 7200 Kilometer lange Nord-Süd-Verkehrskorridor, der Wasser-, Auto- und Eisenbahnrouten vorsieht, wird das indische Mumbai mit dem iranischen Hafen Bander-Abbas und weiter über Baku, Astrachan, Moskau und St. Petersburg mit Nordeuropa und Skandinavien verbinden. Neben dem Iran, Indien, Aserbaidschan und Russland könnten sich perspektivisch auch Armenien, Weißrussland, Kirgisien, Kasachstan, die Ukraine, die Türkei, Tadschikistan, Oman, Syrien und Bulgarien anschließen.

    >>> Weitere Sputnik-Artikel: „Washington Post": Russland könnte eigenen „Suezkanal“ bekommen

    Als größter Vorteil des Nord-Süd-Korridors gegenüber anderen Routen, darunter auch dem Sueskanal, gilt die 30-40-prozentige Verringerung der Beförderungsstrecke sowie die damit verbundene Einsparung bei den Transportkosten. Von Mumbai nach Moskau beispielweise würden Güter auf diese Weise 20 Tage schneller als über den Sueskanal gelangen.

    Die erste Probelieferung über den Korridor fand im August 2014 statt. Die geschätzte Kapazität der Route soll zwischen 20 und 30 Millionen Tonnen pro Jahr liegen.

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    Tags:
    Internationaler Nord-Süd-Transportkorridor (INSTC), Beförderung, Route, Waren, Hafen, Lieferung, Handel, die wirtschaftliche Seidenstraße, Internationaler Nord-Süd-Transportkorridor (INSTC), Sueskanal, Suezkanal, Aserbaidschan, Indien, Iran, Russland