10:44 18 November 2018
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    RusAl-Werk in Sajanogorsk (Archivbild)

    Alu-Gigant RusAl will nach Russland zurückkehren

    © Sputnik / Alexander Krjaschew
    Wirtschaft
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    Der Verwaltungsrat von RusAl, einem der weltgrößten Aluminiumproduzenten, will seinen Sitz von der Kanal-Insel Jersey nach Russland verlegen. Möglicherweise wird das Unternehmen sein Hauptquartier in einer von zwei russischen Sonderwirtschaftszonen für Offshore-Firmen einrichten, teilte RusAl am Montag auf der Seite der Hongkonger Aktienbörse mit.

    „Bei der Sitzung des Board of Directors, die am 2. November stattfand, wurde die Entscheidung getroffen, (…) die Tätigkeit des Unternehmens als internationale Gesellschaft nach dem Recht der Russischen Föderation fortzusetzen“, heißt es wörtlich in der Mitteilung.

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    Der Verwaltungsrat von RusAl bezog sich vor allem auf jene russischen Gesetze, die internationale Unternehmen und die administrativen Sondergebiete in den Regionen Kaliningrad und Primorje betreffen. Diese Verordnungen sollen „bestimmte Vorzugsbehandlungen“ für internationale Firmen gewährleisten, die „mit den besten bestehenden Vorgehensweisen in anerkannten internationalen Rechtsprechungen vergleichbar“ seien, begründet RusAl seine Umzugspläne.

    Hintergrund: Die USA hatten Anfang April einflussreiche russische Geschäftsleute und die von ihnen kontrollierten Unternehmen auf die sogenannte SDN-Sanktionsliste gesetzt. SDN steht für Specially Designated Nationals and Blocked Persons. Betroffen sind unter anderem der Milliardär Oleg Deripaska und sein Konzern En+ Group, in dessen Besitz sich RusAl befindet.

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    Die russischen Behörden suchen nach Wegen, um Unternehmer vor den Auswirkungen der US-Sanktionen zu schützen. Am 3. August unterschrieb Präsident Wladimir Putin ein Paket von Gesetzen, das die Oktjabrski-Insel in der russischen Ostsee-Exklave Kaliningrad sowie die Fernost-Insel Russki zu Speziellen Administrativen Kreisen erklärt.

    Diese Sondergebiete bieten für zuvor im Ausland registrierte Firmen attraktive Steuerregelungen: Beispielsweise liegen die Abgaben auf Gewinne zwischen null und fünf Prozent.

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    Tags:
    Offshore, Wirtschaft, Steuer, Sanktionen, Russische Föderation, Insel Russki, Oktjabrski, Wladiwostok, Kaliningrad, Russland