10:44 16 November 2018
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    „Lieber amerikanisches Flüssiggas“ – SPD keilt gegen Grünen Bütikofer

    © AFP 2018 / Tobias SCHWARZ
    Wirtschaft
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    Die SPD in Mecklenburg-Vorpommern hat Reinhard Bütikofer, Chef der Europa-Grünen, wegen seiner Aussagen zur Ostsee Pipeline Nord Stream 2 heftig kritisiert. Der EU-Abgeordnete erfinde wöchentlich neue Argumente gegen die Gasleitung und wolle sich damit zum Retter der europäischen Solidarität aufschwingen.

    In einer Pressemitteilung nimmt sich SPD-Fraktion im Schweriner Landtag Bütikofer zur Brust. Schon in der Überschrift heißt es: Die „Kritik an Pipeline verunsichert die Menschen und schadet Europa.“ Anlass für die Mitteilung war ein Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel. Darin hatten sich EU-Abgeordnete kritisch über die im Bau befindliche Gaspipeline Nordstream 2 geäußert. Darunter auch der Grünen-Politiker Reinhard Bütikofer.

    Dazu wird der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Jochen Schulte zitiert:

    „Seit langem kämpft der Europaabgeordnete Bütikofer gegen das Projekt Nordstream 2. Damit versucht er sich zum Retter der europäischen Solidarität aufzuschwingen und erfindet quasi im Wochentakt neue angebliche Argumente, warum die Pipeline entweder schädlich, unnötig oder gar gefährlich sei. Gehaltvoll sind die Argumente nicht.“

    Gegen russisches Gas wettern, um amerikanisches zu importieren

    Deutschland decke seinen Verbrauch gerade mal zu einem Drittel mit russischem Gas. Darum könne von zu großer Abhängigkeit von Russland keine Rede sein.

    Dann fährt Schulte fort:

    „Wenn Herr Bütikofer gegen das russische Gas wettert, will er offenbar lieber amerikanisches Flüssiggas importieren und damit den unsäglichen Herrn Trump unterstützen, der alles daran setzt, die Preise für Erdöl und Gas in die Höhe zu treiben. Dazu gehören der Ausstieg aus dem Atomdeal und die Sanktionen gegen den Iran. Damit will Trump neue Absatzmärkte für US-amerikanische Fracking-Projekte erschließen. Das macht die Welt unsicherer und unberechenbarer.“

    Pipeline dient der Friedenssicherung in Europa

    Der Grüne Bütikofer entlarve damit auch seine Doppelzüngigkeit. Die amerikanische Preistreiberei schade der deutschen Wirtschaft und damit Europa. Die Pipeline Nord Stream 2 bedeute das Gegenteil.

    Russland brauche Deutschland und die EU als verlässliche Partner. Auf lange Sicht werde sich das für beide Seiten auszahlen. Die SPD setze auf Handel und Gespräche mit Russland. Nord Stream 2 sei ein Garant für Energiesicherheit, partnerschaftliche Zusammenarbeit und damit Friedenssicherung in Europa.

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    Tags:
    Kritik, LNG, Nord Stream 2, Die Grünen, Bündnis 90/Die Grünen, EU, SPD, Reinhard Bütikofer, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland