05:51 15 November 2018
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    Schweizer Großbank UBS

    Französische Staatsanwaltschaft fordert Milliardenstrafe für Schweizer Großbank UBS

    © AFP 2018 / FABRICE COFFRINI
    Wirtschaft
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    Die Staatsanwaltschaft in Paris hat in einem Prozess wegen Steuerbetrug gegen die Schweizer Bank UBS eine Geldstrafe von 3,7 Milliarden Euro gefordert.

    „Steuerbetrug ist nichts anderes als Diebstahl zum Nachteil der Gemeinschaft”, sagte Staatsanwalt Eric Russo vor dem Pariser Strafgericht. Steuerbetrug sei „ein inakzeptabler Angriff auf den republikanischen Pakt“ und „Banken verdienen es, strafrechtlich verfolgt und bestraft zu werden, und zwar in Höhe des Schadens, den die Gesellschaft erleidet“.

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    Die UBS wies die Anschuldigungen stets zurück und warf der Staatsanwaltschaft ein „grob vereinfachendes Vorgehen“ vor.

    In der Anklage hieß es, die Bank hätte zwischen 2004 und 2012 reiche Kunden durch schweizerische Geschäftsträger in Frankreich illegal angeworben und ihnen geholfen, Milliardenbeträge vor dem Fiskus zu verbergen. Dabei geht es um Vermögenswerte von mehr als zehn Milliarden Euro.

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    Zudem fordert die Staatsanwaltschaft für sechs UBS-Manager Gefängnisstrafen von sechs bis 24 Monaten sowie Geldbußen von bis zu 500.000 Euro.

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    Tags:
    Anklage, Steuerbetrug, Bank, UBS, Schweiz, Frankreich