16:21 10 Dezember 2018
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    Chipkonzern Infineon kauft Dresdner Start-up für 124 Millionen Euro

    CC BY 2.0 / Tim Simpson / circuit_town
    Wirtschaft
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    Die Infineon Technologies AG kauft das Dresdner Start-up-Unternehmen Siltectra für 124 Millionen Euro, wie die Agentur Reuters am Montagmorgen berichtet.

    Der deutsche Chipkonzern hat am Montag den Zukauf des Start-up-Unternehmens Siltectra begründet. Dieses habe ein neues Verfahren (bezeichnet als „Cold Split“) entwickelt, welches ein besonders materialsparenden und effizientes Bearbeiten von Kristallen ermögliche.

    Anscheinend soll sich mit den an die Firma gezahlten 124 Millionen Euro in Zukunft der Gewinn des Chipkonzerns erhöhen. Mit dem neuen Verfahren des Dresdner Start-ups ließen sich Siliziumkarbid-Wafer splitten. Dadurch könne die Anzahl der Chips verdoppelt werden, die aus einer Siliziumscheibe (Wafer) gestanzt werden.

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    Siltectra gehörte bisher mehrheitlich dem Risikokapital-Investor MIG Fonds.

    Darüber hinaus rechne Infineon im neuen Geschäftsjahr mit einem stärkeren Wachstum. Der Grund sei das brummende Geschäft der Autoindustrie. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg der Umsatz des Konzerns um acht Prozent auf 7,6 Milliarden Euro und übertraf damit sowohl die eigenen Ziele als auch die Erwartungen der von Reuters befragten Analysten.

    Laut Medien kam Infineon Mitte 2018 auf einen Börsenwert von circa 32,4 Milliarden US-Dollar.

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    Tags:
    Chip, Technologie, Technik, Infineon, Dresden, Deutschland