13:29 14 Dezember 2018
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    Ölgewinnung in Saudi-Arabien (Archiv)

    Saudi-Arabiens Energiepolitik treibt Ölpreise hoch

    © AP Photo / Hasan Jamali
    Wirtschaft
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    Die Weltölpreise sind nach Börsenangaben am Montagmorgen gestiegen, nachdem Saudi-Arabien sich für eine Drosselung der Erdölproduktion im Dezember ausgesprochen hatte.

    Die Ankündigung Saudi-Arabiens ließ die Erdölpreise für die wichtigsten Marken um ein bis anderthalb Prozent ansteigen. Nach dem Stand um 6.49 Uhr MEZ stieg der Wert der Januar-Futures auf die Nordseesorte Brent um 1,55 Prozent auf 71,27 Dollar pro Barrel, der Preis der Dezember-Futures auf WTI-Ölsorte um 0,96 Prozent auf 60,77 Dollar pro Barrel.

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    Damit reagierten die Händler auf die Äußerung des saudi-arabischen Energieministers, Khalid al-Falih, das Königreich werde die Förderung im Dezember zurückfahren. Demzufolge sind die Aufträge für die Öllieferung aus Saudi-Arabien im Dezember um eine halbe Million Barrel am Tag geringer als im November.

    Am Sonntag fand in Abu Dhabi eine Sitzung des Überwachungskomitees des Verbunds „Opec Plus“ statt, das aus der Opec (Organisation erdölexportierender Länder) und weiteren großen Förderstaaten besteht. Das Komitee erklärte danach, dass es eine Voraussetzung für ein Überangebot von Erdöl in der Welt im Jahre 2019 sehe. Die nächste Sitzung des Komitees wird am 5. Dezember in Wien abgehalten.

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    Die Opec-Staaten und eine Reihe von Nicht-Opec-Staaten („Opec Plus“) hatten sich Ende 2016 auf eine Senkung des Ölfördervolumens um 1,8 Millionen Barrel pro Tag im Vergleich zu Oktober 2016 geeinigt. Der Vertrag gilt seit Anfang 2017 und wurde bis Ende 2018 verlängert.

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    Energieexporteur, Energielieferungen, Energiemarkt, Energiepolitik, Ölförderer, Erdöl, Ölexport, Energie, Ölförderung, Öl, Energiebereich, WTI, Brent, OPEC, Khalid al-Falih, Saudi-Arabien