08:38 14 Dezember 2018
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    Eine goldene Rubel-Souvenirmünze

    Bloomberg nennt Haupthindernis für Wachstum der russischen Wirtschaft

    © Sputnik / Grigorij Syssoew
    Wirtschaft
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    Die Außenpolitik Russlands ist das Haupthindernis für das Wachstum der russischen Wirtschaft. „Das Land sieht sich gezwungen, Ressourcen für das Abfedern der Sanktionen zu vergeuden, und kann daher nicht das gewünschte Wachstum verzeichnen“, schreibt die Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg nach Angaben des russischen Internetportals lenta.ru.

    „Präsident Wladimir Putin wird sich allmählich darüber klar, dass es unmöglich ist, das ökonomische Wachstum zu beschleunigen und zeitgleich Barrikaden zum Schutz vor den Sanktionen zu bauen“, heißt es in dem Bericht.

    Die Autoren berufen sich auf die am Dienstag vom statistischen Amt Rosstat veröffentlichten vorläufigen Daten, wonach das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal um 1,3 Prozent gewachsen ist, um 0,6 Prozentpunkte weniger als im zweiten Quartal. Dabei erinnert Bloomberg an das Versprechen Putins nach dessen Wiederwahl zum Präsidenten im März, das BIP-Wachstum auf das durchschnittliche Weltniveau von 3,7 Prozent zu bringen.

    Die von Bloomberg befragten Analysten weisen auf gute makroökonomische Daten Russlands wie Aktivsaldo der Außenhandelsbilanz und Etatüberschuss hin.

    „Das zeugt davon, dass das Land auf neue Sanktionen und die Verstärkung der Isolation gut gewappnet und jetzt kaum noch auf Anleihen auf dem Außenmarkt angewiesen ist.“

    Eine brennende Dollar-Banknote (Symbolbild)
    © Depositphotos / SergeyNivens
    Zugleich stellt Bloomberg fest, dass Russland seine Reserven weiterhin fast vollständig aus dem Öl- und Gasgeschäft schöpft. „Im Endeffekt muss Russland seine Ressourcen für den Fall der Fälle akkumulieren, statt zu investieren. Dabei wird die Hauptlast dieser Politik von der Bevölkerung getragen, die die wachsenden Haushaltsausgaben zu finanzieren hat, darunter durch die höhere Mehrwertsteuer“, heißt es in dem Beitrag.

    Der Leser wird auch auf die jüngste Äußerung von Russlands Notenbankchefin Elvira Nabiullina aufmerksam gemacht, die das Abfedern des negativen Effekts der Sanktionen als ihr Hauptanliegen bezeichnet hat. Zu diesem Zweck erhöhten die obersten Währungshüter den Leitzins, wodurch sich Kredite verteuerten und sich das Wachstum verlangsame, heißt es in der Studie.

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    Tags:
    Gasvorkommen, US-Sanktionen, Ölvorkommen, Hindernis, Wachstum, Krise, Rohstoffe, Sanktionen, Zentralbank, Bloomberg, Elvira Nabiullina, USA, Russland