08:50 17 Dezember 2018
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    Russische Wirtschaft (Symbolbild)

    Bloomberg kalkuliert Russlands Wirtschaftsverluste durch Sanktionen

    © Sputnik / Alexander Kryaschew
    Wirtschaft
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    Das russische Wirtschaftsvolumen ist laut Bloomberg heute wegen der vor vier Jahren verhängten westlichen Sanktionen um sechs Prozent geringer, als es hätte sein können. Dies besagt eine Studie von Bloomberg Economics.

    Nach Einschätzungen der Experten von Bloomberg Economics betrage das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Russlands zurzeit um 10 Prozent weniger, als man dies Ende 2013 hätte voraussagen können. Es wird betont, dass eine solche Dynamik zum Teil mit dem Rückgang der Ölpreise, aber auch mit der Einführung von Inflation Targeting im Lande und mit dem Ausverkauf an den Entwicklungsmärkten verbunden sei, wobei allerdings die Sanktionen eine bedeutende Rolle gespielt hätten.

    „Ein Teil der Diskrepanz zwischen den Prognosen und den tatsächlichen Indexen ist wahrscheinlich das Ergebnis einer beständigen Wirkung von Sanktionen – bereits verhängten und potenziellen – innerhalb der letzten fünf Jahre“, meint der Analytiker von Bloomberg Economics, Scott Johnson.

    Dieser Faktor stelle nach Ansicht der Experten die Prognosen der russischen Regierung darüber in Frage, dass die Reformen und Investitionen bis zum Jahr 2021 ein Wachstum des BIP um mehr als 3 Prozent bewirken würden.

    „Ein solches Wachstum ist möglich, doch sein Tempo wird ohne eine starke Erhöhung der Arbeitsproduktivität in der Wirtschaft nicht stabil sein“, betonte Johnson.

    Die Beziehungen zwischen Russland und den westlichen Ländern haben sich im Zusammenhang mit der Situation in der Ukraine und um die Krim verschlechtert. Im Juli 2014 haben die Europäische Union und die USA ihre Einzelsanktionen gegen konkrete natürliche Personen und Unternehmen aufgegeben und sind zu Restriktionen gegen ganze Wirtschaftsbereiche übergegangen. Russland hat indes mehrmals erklärt, dass es keine Seite des Konflikts in der Ukraine und kein Subjekt der Minsker Vereinbarungen zu dessen Regelung sei.

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    Tags:
    Targeting, Wirtschaft, Verluste, Bloomberg Economics, Bloomberg, Russland