10:57 11 Dezember 2018
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    Bis zu fünf Prozent: Deutsche Stromversorger erhöhen Preise

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    Wirtschaft
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    Etliche deutsche Stromversorger erhöhen ihre Preise – im Schnitt dürfte jeder Drei-Personen-Haushalt 55 Euro mehr zahlen. Die Begründung stößt bei Verbraucherschützern auf scharfe Kritik.

    Im neuen Jahr dürften die Strompreise für zahlreiche Haushalte in Deutschland steigen – und zwar um vier bis fünf Prozent. Nach Berechnungen des Vergleichsportals Verivox würde ein Drei-Personen-Haushalt rund 55 Euro im Jahr mehr entrichten müssen.

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    Insgesamt haben nach Medienberichten 160 regionale Stromversorger ihre Preise bereits angehoben oder eine Erhöhung ab dem 1. Januar angekündigt.

    Die Preissteigerungen werden von den Versorgern dabei mit ihren gestiegenen Einkaufspreisen für Strom begründet – die Beschaffungskosten seien in den vergangenen zwei Jahren um mehr als die Hälfte angewachsen, argumentiert der Branchenverband BdEW.

    Auch die Verteuerung bei den CO2-Emissionszertifikaten wirke kostentreibend.

    Doch Verbraucherschützer halten von dieser Argumentation wenig.

    „Als vor einigen Jahren die Börsenpreise gesunken sind, haben die Versorger auf ihre langfristigen Verträge verwiesen und die Einsparungen nicht an ihre Kunden weitergegeben“, zitiert der „Spiegel” den Energieexperten der Verbraucherzentrale NRW, Udo Sieverding.

    Jetzt aber seien die Versorger „bei steigenden Börsenpreisen schnell mit Preiserhöhungen dabei“, so Sieverding weiter.

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    Auch nach Angaben der Bundesnetzagentur war der durchschnittliche Strompreis in diesem Jahr weitgehend stabil.

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    Tags:
    Strompreise, Verbraucherrechte, Erhöhung, Deutschland