07:02 22 Oktober 2020
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    Deutsche Ökonomen haben für das Land ein schwaches Konjunkturjahr 2019 vorausgesagt. Das Bruttoinlandsprodukt soll demnach so langsam wie seit 2013 nicht mehr wachsen.

    Sowohl das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) als auch die Commerzbank-Volkswirte sind der Meinung, dass das kommende Jahr für die deutsche Wirtschaft sehr schwach sein wird. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte dann nur noch um 1,2 Prozent wachsen und damit so langsam wie seit 2013 nicht mehr, so die Agentur Reuters unter Verweis auf Experten der beiden Institute.

    2017 hatte es noch für 2,2 Prozent gereicht, für das dem Ende zugehende Jahr werden 1,5 Prozent erwartet. Die Bundesregierung rechnet sowohl für dieses als auch für nächstes Jahr mit 1,8 Prozent.

    „International droht weiterhin Ungemach: Der drohende Handelskonflikt, den die USA befeuern, und der Brexit bremsen die deutsche Konjunktur“, zitiert Reuters den IW-Experten Michael Grömling am Montag. „Das trübt die Aussichten für 2019“, so Grömling weiter.

    So gehen nur noch 23 Prozent der mehr als 2250 vom IW befragten Unternehmen im Exportgeschäft von einem Zuwachs aus. Im Frühjahr waren es noch 31 Prozent. Diese gedämpfte Zuversicht dürfte auf die Inlandskonjunktur überspringen. „Die Investitions- und Beschäftigungserwartungen haben sich ebenfalls merklich eingetrübt“, so die IW-Forscher.

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    Treiber für die Konjunktur bleibt laut Commerzbank der private Konsum. Dieser sollte von der steigenden Beschäftigung und ordentlichen Lohnzuwächsen profitieren. Außerdem sorge die lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank weiter für günstige Finanzierungsbedingungen, die auch die Bauinvestitionen beflügeln dürften.

    Zuvor war berichtet worden, dass die Sanktionen gegen Russland laut dem Präsidenten des Landes, Wladimir Putin, europaweit hunderttausende Arbeitsplätze gekostet hatten. Russland betrachte die EU als seinen größten Handels- und Wirtschaftspartner. Er betonte allerdings, dass während der  Handelsumsatz zwischen Russland und den EU-Ländern einst 450 Milliarden US-Dollar betragen habe, er jetzt nur noch 236 Milliarden umfasse.

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    „Nach Angaben des Europäischen Parlaments haben die Lieferungsmängel von Waren aus der EU an den russischen Markt einen Abbau von rund 400.000 Stellen bei Unternehmen in europäischen Ländern verursacht. Ist das nicht ein Schlag für die europäische Wirtschaft und Menschen (…)? Es geht ja um Familien, ihr Einkommen und ihre Kinder“, so Putin.

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    Konjunktur, Wirtschaft, Handel, Sanktionen, Deutschland