01:19 17 Dezember 2018
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    Autos vor dem Verkauf

    Weltweite Stagnation am Automarkt 2019 erwartet – Bosch

    © Sputnik / Michail Kirejew
    Wirtschaft
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    Der deutsche Automobilzulieferer Bosch rechnet für das kommende Jahr mit einer global stagnierenden Pkw-Produktion. Die Stagnation ist unter anderem mit der Marktabkühlung in China verbunden.

    „Das nächste Jahr wird verhalten, wir gehen aber nicht davon aus, dass es zu einem Abschwung kommt“, zitiert die Agentur Reuters den Chef der Bosch-Autosparte „Mobility Solutions“, Rolf Bulander, am Donnerstag.

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    Es sei eher mit Stagnation der Automobilproduktion zu rechnen angesichts der Marktabkühlung in China, dem weltweit größten Automarkt. Dort habe es in den vergangenen drei Monaten deutliche Rückgänge gegeben, nicht zuletzt durch die höheren Einfuhrzölle gegenüber den USA. Dies und die sinkende Nachfrage nach Dieselautos in Europa belasteten auch Bosch, hieß es.

    Wichtig für den Stiftungskonzern aus Stuttgart ist auch, wie sich die Diesel-Nachfrage weiterentwickelt. Diese war seit Ausbruch des Dieselskandals bei Volkswagen, in den auch Bosch als Zulieferer verwickelt ist, immer stärker gefallen. Bosch musste bisher noch keine Einschnitte in diesem Geschäftsfeld vornehmen, in dem das Unternehmen weltweit rund 50.000 Menschen beschäftigt. Sollte der Marktanteil von zuletzt etwa 34 Prozent in Deutschland weiter sinken, „müssen wir uns die Beschäftigung anschauen und mit den Sozialpartnern sprechen“, so Bulander.

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    Zuvor war berichtet worden, dass deutsche Ökonomen für das Land ein schwaches Konjunkturjahr 2019 vorausgesagt hatten. Sowohl das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) als auch die Commerzbank-Volkswirte sind der Meinung, dass das kommende Jahr für die deutsche Wirtschaft sehr schwach sein wird. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte dann nur noch um 1,2 Prozent wachsen und damit so langsam wie seit 2013 nicht mehr.

    2017 hatte es noch für 2,2 Prozent gereicht, für das dem Ende zugehende Jahr werden 1,5 Prozent erwartet. Die Bundesregierung rechnet sowohl für dieses als auch für nächstes Jahr mit 1,8 Prozent.

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    Tags:
    Autoindustrie, Diesel, Markt, Wirtschaft, Auto, Robert Bosch GmbH, Deutschland, USA, China