13:08 19 Dezember 2018
SNA Radio
    Eurasischer Schienengüterverkehr: Chinesen zeigen Interesse am ERAI-Index

    Eurasischer Schienengüterverkehr: Chinesen zeigen Interesse am ERAI-Index

    © Foto : UTLC
    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    4761

    Der Eurasian Rail Alliance Index (ERAI), der die Kosten der Transitbeförderung von Gütern berechnet und vor zwei Monaten von der Firma „United Transport and Logistics Company – Eurasian Rail Alliance “ (Abk.: UTLC ERA) gestartet wurde, stößt bei den Chinesen auf großes Interesse.

    Wie der Präsident der UTLC ERA, Alexej Grom, bei einem Rundtischgespräch im Rahmen der China International Supply Chain and Smart logistics Expo (SCSL) in Chengdu mitteilte, funktioniert der Transit-Index vorerst testweise, aber viele Unternehmen im Reich der Mitte zeigen bereits ihr Interesse daran.

    Der Präsident der UTLC ERA, Alexej Grom, bei der China International Supply Chain and Smart logistics Expo (SCSL) in Chengdu
    © Foto : UTLC
    Der Präsident der UTLC ERA, Alexej Grom, bei der China International Supply Chain and Smart logistics Expo (SCSL) in Chengdu

    Im Oktober hatte die UTLC ERA den ERAI zum ersten Mal auf einer Verkehrs- und Logistik-Expo in China präsentiert. „Der Markt hat im Allgemeinen positiv reagiert, und von den Chinesen hörten wir überwiegend gute Einschätzungen: Ihn brauchen sowohl den Chinesen als auch wir“, sagte Grom in einem Interview für Sputnik.

    „Wir haben den ERAI nicht extra für die Chinesen entwickelt – er ist nötig, um die Güterbeförderung möglichst transparent und nachvollziehbar zu machen. Wir denken so: Je breiter die Türen geöffnet werden, desto mehr Kunden bekommen wir am Ende. Natürlich tun wir das alles, um unsere wichtigste Aufgabe zu lösen: den Eisenbahn-Transitweg attraktiver zu machen und den Umfang der Güter, der dort befördert werden, aufzustocken.“

    Ende dieses Jahres wird der Umfang der von seiner Firma transportierten Güter 270 000 TEU (Twenty-foot Equivalent Unit, Standardcontainer) erreichen. „Unser Ziel ist eine Million TEU. Allein zwischen Südostasien und Europa (überwiegend per See) werden jedes Jahr bis 23 Millionen TEU befördert – da haben wir noch viel aufzuholen. Die Konkurrenz auf dem Markt ist natürlich da, aber das motiviert uns dazu, die Qualität unserer Dienstleistungen für unsere Kunden zu erhöhen“, so Grom.

    Nach seinen Worten gehört der chinesische Markt zu den wichtigsten Prioritäten für die Firma UTLC ERA, die permanent nach neuen Wachstumssegmenten sucht. In erster Linie gehe es um die Seehäfen im Gebiet Kaliningrad, die eine wichtige Rolle beim Gütertransport zwischen Europa und China spielen. Im Oktober seien testweise erste Güterzüge nach Chengdu geschickt worden. Solche multimodale Güterbeförderung habe angesichts des immer wachsenden Containertransits ein großes Potenzial und könnte die wichtigsten Transportwege auf dem Land gut vervollkommnen, zeigte sich Grom überzeugt.

    Die Firma UTLC ERA organisiert Containerbeförderung per Eisenbahn zwischen China und Europa durch die Mitgliedsländer der Eurasischen Wirtschaftsunion: Kasachstan, Russland und Weißrussland.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Handelswege, Warenverkehr, Eisenbahn, Lieferungen, Handel, Eurasien, Russland, China