00:52 22 April 2019
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    Neues Bonussystem für VW-Top-Manager - Weniger Geld bei Fehlverhalten

    © AP Photo / Rick Bowmer
    Wirtschaft
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    Volkswagen will seine Top-Manager unterhalb des Vorstands ab 2019 nach neuen Spielregeln vergüten und ihnen keinen persönlichen Bonus mehr bezahlen.

    Zudem solle regelkonformes, integres Verhalten gestärkt werden, so Reuters unter Verweis auf den Wolfsburger Konzern. Bei individuellem Fehlverhalten könne die variable Vergütung gekürzt oder ganz gestrichen werden. Komme erst im Nachhinein auf, dass sich eine Spitzenkraft etwas hat zuschulden kommen lassen, könne das Unternehmen das Geld auch zurückfordern.

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    VW und viele Gerichte beschäftigt drei Jahre nach Bekanntwerden des Dieselskandals noch immer die Frage, wer wann was über die Schummeleien wusste. Millionenschwere Bonuszahlungen für den ehemaligen VW-Chef Martin Winterkorn, der wegen des Abgasskandals zurückgetreten war und auch für andere Top-Manager inmitten von Krisenzeiten, sorgten in der Vergangenheit immer wieder für Schlagzeilen.

    Die neue Regelung für die Top-Manager, die laut VW an das System der Vorstandsvergütung anknüpft, sieht demnach vor, dass fast zwei Drittel der Bonuszahlungen mit den Konzernzielen zusammenhängen statt wie bisher ein Drittel.

    „Das bedeutet weiterhin Chancen auf attraktive Boni in wirtschaftlich erfolgreichen Jahren und unmittelbar niedrigere Boni in Krisenzeiten“, hieß es in der Mitteilung weiter.

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    Zuvor war berichtet worden, dass 81.000 Kunden sich nach Angaben der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) wegen der Abgas-Manipulation einer Klage gegen Volkswagen angeschlossen hatten. Die Zahl habe sich innerhalb einer Woche fast verdreifacht. Stellvertretend für vom Abgasskandal betroffene VW-Kunden zieht der Verbraucherzentrale Bundesverband vor Gericht. Ziel sei es, dass den Betroffenen Schadenersatz zugesprochen wird.

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    Tags:
    Bonus, Diesel-Affäre, Bezahlung, Diesel, VW-Konzern, Volkswagen AG, Wolfsburg, Deutschland