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14:02 16 Juli 2019
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    Ukrainischer Energieversorger Naftogaz

    Ukrainisches Naftogaz warnt vor baldigen Problemen bei Gaskäufen

    © Sputnik / Vitaly Belousov
    Wirtschaft
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    Der ukrainische Monopolenergiekonzern „Naftogaz“ wird Schwierigkeiten beim Ankauf von Gas während der Heizungsperiode 2019 haben. Darüber klagte der Unternehmenschef Andrij Kobolew auf seiner Facebook-Seite.

    Eines der wichtigsten Probleme sei die Tatsache, dass „Naftogaz“ Gas unter dem Marktpreis verkaufe. Die ukrainische Regierung sei gesetzlich verpflichtet, die sich daraus ergebenden Verluste zu erstatten, habe dies aber nicht getan.

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    „Von Oktober 2015 bis Ende Juni 2018 sollte das Ministerkabinett Naftogaz für 102,9 Milliarden Griwna entschädigen. Diese hätten wir für die Entwicklung der ukrainischen Gasförderung sowie für die Bezahlung von Steuern und Dividenden nutzen können. Dazu kam es aber nicht“, schrieb Kobolew am Donnerstag.

    Dazu tragen laut Kobolew auch die Schulden bei, welche die Kunden und regionale Gasversorger gegenüber „Naftogaz“ sowie gegenüber dem Gastransportunternehmen „Ukrtransgaz“ haben.

    Wegen dieser Faktoren habe „Naftogaz“ 2018 einen negativen Nettogeldstrom und werde das nächste Jahr mit einem „minimalen Kontostand“ beginnen.

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    Der Rada-Abgeordnete Leonid Kosatschenko schlug der ukrainischen Regierung am 21. Dezember vor, das Unternehmen „Naftogaz“ wegen seiner gewaltigen Verschuldung zu verkaufen.

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    Tags:
    Verschuldung, Gas, Gasförderung, Naftogaz, Andrej Kobolew, Ukraine