Widgets Magazine
12:29 21 Oktober 2019
SNA Radio
    Windkraftanlage in Deutschland (Archiv)

    Deutsche Strom-Exporte sinken, Erlöse wachsen

    © AFP 2019 / Patrick Pleul / dpa
    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    3964
    Abonnieren

    Deutschland hat in diesem Jahr weniger Strom in seine Nachbarländer exportiert als 2017. Der Exportüberschuss ist aber weiter hoch, berichtet zdf.de unter Berufung auf die Bundesnetzagentur. Im grenzüberschreitenden Stromhandel sind bis 17. Dezember gut 70.000 Gigawattstunden ins Ausland geflossen. Im gesamten Jahr 2017 waren es rund 77.000.

    Weil zugleich die Stromimporte anstiegen, sank der Exportüberschuss um rund 14 Prozent auf rund 51.500 Gigawattstunden. Im gesamten Jahr 2017 waren es noch gut 60.000, heißt es in dem Bericht.

    Hintergrund sei, dass die Stromnetze der einzelnen Länder miteinander verbunden seien. Unterschiede beim Verbrauch und der Erzeugung könnten durch den grenzüberschreitenden Stromhandel besser ausgeglichen werden. Auch sinke die Wahrscheinlichkeit von Stromausfällen.

    Weil die Großhandelspreise gestiegen seien, hätten die Stromproduzenten mit ihren Lieferungen trotz der gesunkenen Exportmengen mehr verdient als 2017, hieß es. So seien die Exporterlöse mit bislang 2,1 Milliarden Euro rund 200 Millionen Euro höher ausgefallen als im Vorjahr.

    Hauptabnehmer des deutschen Stroms seien Österreich, die Niederlande und Frankreich gewesen. Aus Polen, Schweden und Dänemark hat Deutschland demnach mehr Strom bezogen als dorthin exportiert.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Karlsruhe: Konzerne haben Recht auf Entschädigung für Atomausstieg
    Tags:
    Stromversorgung, Deutschland