15:58 17 November 2019
SNA Radio
    Bau der Nord Stream 2 - Pipeline

    Nord Stream 2-Projekt nicht mehr zu stoppen – EU-Kommissar

    © Foto : Nord Stream 2 / Paul Langrock
    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    572347
    Abonnieren

    Die USA versuchen, immer mehr Druck auf die Regierungen verschiedener Staaten auszuüben, um das Pipeline-Projekt Nord Stream 2 zu verhindern. Doch dieser Druck könnte vergeblich sein. Laut EU-Kommissar Günther Oettinger ist das Projekt nicht mehr zu stoppen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

    Laut Reuters rechnet Oettinger trotz des Widerstandes der USA mit der Realisierung des Pipelineprojekts Nord Stream 2.

    „Zur Wahrheit gehört aber, dass die Pipeline längst gebaut wird und nicht mehr so einfach gestoppt werden kann”, sagte der CDU-Politiker nach Vorabbericht des „Spiegel” vom Freitag.

    „Drohungen Trumps sind dafür schon gar kein Grund”, so der EU-Politiker.

    >>>Mehr zum Thema: Trotz EU-Resolution: So wird Nord Stream 2 gebaut<<<

    Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump merhfach gewarnt, dass Deutschland sich durch die Energielieferungen angeblich abhängig von russischem Gas machen würde.

    Die Bundesregierung sowie auch der Kreml betonten dagegen mehrfach, dass das Projekt vor allem die Energiesicherheit Eropas erhöhen werde und ein rein wirtschaftliches Projekt sei, das für die EU deutlich vorteilhafter sei, als etwa die Flüssiggaslieferungen aus den Vereinigten Staaten.

    Wie Reuters in diesem Zusammenhang berichtet, ist der Bau der Ostsee-Pipeline durch russische und europäische Firmen unter Führung des russischen Gaskonzerns Gazprom den USA schon länger ein Dorn im Auge.

    >>>Mehr zum Thema: Österreich glaubt an erfolgreiche Umsetzung von Nord Stream 2 – Russlands Botschafter<<<

    Dies liege daran, dass Washington sein Flüssiggas nach Europa verkaufen möchte – allerdings zu einem deutlich höheren Preis.

    An dem Pipeline-Projekt ist auch die BASF-Tochter Wintershall beteiligt.

    Auch die ukrainische Regierung ist strikt gegen die Pipeline – sie berürchtet gewaltige finanzielle Einbußen durch den Verlust von Transit-Einnahmen.

    In diesem Zusammenhang forderte Oettinger, dass Gazprom „ein faires Abkommen über die weitere Nutzung der bestehenden Leitungen durch die Ukraine schließt”.

    Hierfür könnte die EU Druck auf Russland aufbauen.

    „Denn bei der Frage, wie das Gas aus Nord Stream 2 in Europa weitergeleitet wird, gilt das EU-Binnenmarktrecht. Dazu gehören auch Vorschriften, die einen fairen Wettbewerb sicherstellen. Das wissen auch Wladimir Putin und Gazprom”, so der EU-Kommissar.

    >>>Mehr zum Thema: Trittin: Unter diesen Umständen könnte Deutschland auf Nord Stream 2 verzichten<<<

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Bau, Nord Stream 2, Donald Trump, Günther Oettinger, EU, Deutschland, USA, Russland