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    Präsentation der Gaspipeline Nord Stream 2 im Rahmen der Veranstaltung We Deliver

    Bilanz 2018: Nord Stream 2 geht trotz Gegenwind voran

    © Foto: Nord Stream AG
    Wirtschaft
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    Natalia Pawlowa
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    Das vergangene Jahr 2018 war erfolgreich für die Gaspipeline Nord Stream 2. Die Arbeiten am Projekt sind weiter fortgeschritten: bereits mehr als 380 Kilometer der Ostsee-Gaspipeline sind verlegt. Und das trotz ungünstiger Winde sowohl im direkten als auch im übertragenen Sinne, teilte das Department für Kommunikation der Nord Stream 2 AG mit.

    „Erstens war das ein Jahr der ‚Genehmigungen‘: sie wurden von Deutschland, Schweden, Finnland und Russland fristgerecht erteilt. Zweitens wurde die Produktion aller 200.000 Rohre, die für den Bau der beiden Stränge des Gaspipelines erforderlich sind, abgeschlossen, 77 Prozent davon wurden bereits mit Beton beschichtet und werden von Logistikterminals an Rohrverlegungsschiffe geliefert. Projektexperten haben über 51.000 Kilometer Meeresgrund untersucht, die Umweltverträglichkeitsprüfung ist bereits abgeschlossen“, heißt es in einer Mitteilung der Nord Stream 2 AG.

    Das Unternehmen entwickelt eine Gaspipeline, die russisches Erdgas durch die Ostsee auf den Europäischen Markt liefern wird. 2018 hatte man mit Bauarbeiten an den Onshore- und Offshore-Abschnitten begonnen, es liegen auch die ersten Ergebnisse des Umweltmonitorings vor. Im Moment sind über 30 Schiffe an Projektarbeiten beteiligt.

    Ein Beispiel für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt ist die im ersten Quartal 2018 unterzeichnete Kooperationsvereinbarung zwischen der Nord Stream 2 AG und dem Leningrader Gebiet in Russland, wo die Route verlaufen soll. Umweltschutz und Entwicklung der sozialen Infrastruktur sind vorrangige Kooperationsbereiche. Die Strategie der Nord Stream 2 AG besteht dabei aus mehreren Blöcken. Einer davon ist die Verbesserung der Biodiversität in der Region, insbesondere im Naturschutzgebiet Kurgalski, sagte Dirk von Ameln, Chefberater des CEO von Nord-Stream 2 AG, im Sputnik-Gespräch. 

    „Wir haben mit Hilfe von Wissenschaftlern und Beratungsunternehmern einen Aktionsplan erarbeitet, wo wir Maßnahmen aufgezeigt haben, die man im Kurgalski-Gebiet betreiben könnte, um insgesamt zu einer Verbesserung der Strukturen und der Artenvielfalt zu kommen. Darin sind verschiedene Maßnahmen aufgezeigt, die wir vorschlagen, um sie dann in der Zukunft umzusetzen. Das sind Maßnahmen zur Steuerung der Besucherströme, zur Beseitigung von sogenannten invasiven Pflanzen, die in der Region fremd sind. Das ist auch die Unterstützung eines wissenschaftlichen Projekts zur telemetrischen Untersuchung der Ringelrobbe in der Ostsee und der Erhalt der Artenvielfalt im Naturschutzgebiet Kurgalski, wo die Pipeline verlaufen soll“, so Dirk von Ameln.

    An dem russischen Startabschnitt der Pipeline wurde ein erstklassiges Lager für die Unterbringung des Personals fertiggestellt, für etwa 500 Menschen. Der Bau einer Plattform für den Start von Diagnose- und Reinigungsgeräten ist im Gange – eine komplexe Struktur, die die Menge des gelieferten Gases steuert und den sicheren Betrieb einer der längsten Unterwasser-Gaspipelines der Welt auf Jahrzehnte hinaus garantiert, betonte das Team Nord Stream 2 AG.

    Bau der Nord Stream 2 - Pipeline
    © Foto : Nord Stream 2 / Paul Langrock

    „Auch ohne die politischen Hindernisse zu berücksichtigen, mit denen die Gaspipeline Nord Stream 2 konfrontiert ist, kann man diese Leistungen dank dem Ausmaß und dem Schwierigkeitsgrad des Projektes als wirklich herausragend bezeichnen. Dieser Fortschritt wurde dadurch möglich, dass wir konsequent die Gesetze einhalten, Sicherheits- und Umweltschutzstandards erfüllen, ein gut eingespieltes Team von Fachleuten, Experten und Auftragnehmern haben sowie vom Aktionär und von Finanzinvestoren unterstützt werden. Und das findet unter den Scheinwerfern der internationalen Öffentlichkeit statt.“

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    Tags:
    Gaslieferungen, Hindernisse, Genehmigung, Bauarbeiten, Umweltschutz, Gaspipeline, Nord Stream 2, EU, Gazprom, Nord Stream AG, Finnland, Schweden, Ostsee, Baltikum, Russland, Deutschland