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    Unklarheit um Brexit treibt Goldpreis in die Höhe

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    Der Goldpreis ist laut „Prime“ im Laufe der heutigen Versteigerung dank der verstärkten Nachfrage nach zuverlässigeren Aktiva wegen der Unbestimmtheit um den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union gestiegen.

    Dem „Prime“ (aktuelle Preisinformationen an der Börse – Anm. d. Red.) zufolge hat sich der Preis des Februar-Gold-Futures an der New Yorker Börse Comex um 0,11 Prozent erhöht und 1289,85 Dollar für eine Feinunze, auch Troy-Unze (so benannt nach der französischen Stadt Troyes, einem bedeutenden mittelalterlichen Handelsplatz – Anm. d. Red.) erreicht.

    Am Dienstagabend hatte das britische Parlament mit einer Stimmenmehrheit das von Theresa May vorgelegte Brexit-Abkommen abgelehnt.

    Zuvor hatte die führende Analystin des informations-analytischen Zentrums „Alpari“, Anna Bodrowa,  in ihrer Übersicht darauf verwiesen, dass „sich Gold im Januar sicher verhalten wird, trotz der periodischen Korrektionen“. Ihr zufolge ist der „Hauptdriver im Wertmetall derselbe – die Investoren umgehen die globalen Weltrisiken, was das Interesse an gefahrlosen Aktiva und Instrumenten eines „stillen Hafens“ nur anheizt.

    Der Goldpreis habe sich laut Investing.com auch im Zuge der asiatischen Börsensitzung  erhöht.

    Der Februar Gold-Future erhöhte sich um 0,2 Prozent bis auf 1290,35 Dollar für eine Feinunze.

    Sollte der Brexit-Deal bis zum 29. März nicht abgeschlossen werden, so erwarte Großbritannien ein „hartes“ EU-Austrittsszenario, was zu höchst ernsthaften Folgen für die Wirtschaft führen könne.

    Dabei hätten einige Vertreter des Bundesreservesystems in ihren Äußerungen erklärt, dass die US-Zentralbank die weitere Erhöhung der Sätze stoppen müsse, bis klar sei, inwieweit die Entwicklungsperspektiven der US-Wirtschaft gedämpft würden, unter anderem durch die Verlangsamung der Wirtschaft Chinas und die vorübergehende Einstellung der Tätigkeit der US-Regierung.

    Die hohen Zinssätze hemmen die Nachfrage für Gold, da dieses Edelmetall kein passives Einkommen bringe.

    Nachdem das Bundesreservesystem die Zinssätze im Jahr 2018 um das Vierfache erhöht hätte, erwarten die Investoren, dass die US-Zentralbank den Zyklus der Verhärtung der Geld-Kreditpolitik in diesem Jahr stoppen werde, da die Risiken für die US-Wirtschaft weiter wachsen.

    Die Börsen haben sich in dieser Woche wieder erholt — nach den Berichten, dass China seine Anstrengungen zur Geld-Kredit- und Steuerstimulierung zwecks Unterstützung seiner  Wirtschaft erhöhe.

    Am Dienstag hatte China versprochen, Steuern zu reduzieren, um die Verlangsamung der Wirtschaft einzudämmen, wobei die Volksbank Chinas am Mittwoch die Rekordoperation eines Rück-Repurchase-Agreements für 560 Milliarden CNY (chinesische Nationalwährung Yuan – Anm. d. Red.) durchgeführt hatte.

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    Feinunze, Troy-Unze, Goldpreis, Versteigerung, Brexit, Alpari, Börse Comex New York, Investing.com, Prime, britisches Parlament, US-Regierung, Anna Bodrowa, Theresa May, Großbritannien, USA, China