21:46 05 Dezember 2019
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    Schwache Konjunktur bringt 2019 neue Unternehmen-Pleitewelle weltweit – Studie

    © Sputnik / Alexej Kudenko
    Wirtschaft
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    Laut einer am Mittwoch veröffentlichten Studie der Allianz-Tochtergesellschaft Euler Hermes ist 2019 weltweit mit einer Zunahme der Firmeninsolvenzen zu rechnen. Dabei wird die Zahl der bankrotten Unternehmen bereits das dritte Jahr in Folge ansteigen, meldet Reuters.

    Wachstum und Nachfrage sollen in vielen Ländern und bei etlichen Unternehmen nicht mehr ausreichen, um Produktions- und Finanzierungskosten oder Investitionen zu decken, so die Meldung.

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    „Die fetten Jahre sind vorbei, die weltweite Konjunktur schwächelt“, erklärte der Chefvolkswirt des Kreditversicherers Euler Hermes, Ludovic Subran. Eine Rolle spielen unter anderem auch die historisch hohe Unternehmens-Verschuldung, neue Insolvenzregeln oder „die wesentlich größere Bereitschaft, Insolvenzverfahren auch anzuwenden”, so Subran.

    Der Studie zufolge wird sich die Gesamtzahl der Firmenpleiten in etwa zwei Dritteln aller Länder um sechs Prozent erhöhen.

    In China ist im laufenden Jahr eine 20-prozentige Zunahme der Insolvenzen zu erwarten. Im Vorjahr lag der Anstieg dort sogar bei 60 Prozent.

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    In westeuropäischen Ländern sollen die Firmenpleiten um drei Prozent zulegen. Großbritannien, Frankreich, Spanien und Italien zählen dabei zu den Hauptbetroffenen. Für Deutschland und die Niederlande ist eine Stagnation vorausgesagt worden.

    Flugzeuge der Fluggesellschaft Easyjet (Archivbild)
    © REUTERS / Denis Balibouse

    Ende vergangenen Jahres war berichtet worden, dass Vizekanzler und Bundesfinanzminister Olaf Scholz sich in einem Interview der „Bild am Sonntag“ negativ zur Wirtschaftslage in Deutschland geäußert habe. Laut Scholz sind „die fetten Jahre vorbei“, so dass man sich auf einen baldigen Konjunkturabschwung einstellen sollte.

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    Tags:
    Verschuldung, Bankrott, Unternehmen, Pleite, Konjunktur, Studie, Krise, Wirtschaftskrise, Olaf Scholz, EU, Niederlande, Spanien, Italien, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, China