05:57 10 Dezember 2019
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    Audi-Werk (Archiv)

    Streik in Ungarn legt Audi-Bänder in Ingolstadt lahm

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    Wirtschaft
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    Nach tagelangem Streik im ungarischen Motorenwerk Györ kann Audi am Stammsitz in Ingolstadt zu Wochenbeginn keine Autos bauen. Am Montag und Dienstag stehen die Bänder des Werks komplett still, wie die Agentur Reuters unter Verweis auf einen Firmensprecher mitteilt.

    Demnach können einige tausend Fahrzeuge nicht produziert werden, weil die Motoren aus Györ fehlen. Das Werk Neckarsulm ist den Angaben zufolge derzeit nicht betroffen. Dort seien bis Mitte der Woche ausreichend Motoren vorhanden. Wie es weiter geht, hängt dem Sprecher zufolge von den Verhandlungen in Ungarn ab. Audi spiele verschiedene Szenarien durch. „Wir fahren auf Sicht”, hieß es.

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    Der Audi-Standort Györ ist das größte Motorenwerk im Konzernverbund und beliefert auch Volkswagen. Die Beschäftigten vor Ort waren am vergangenen Donnerstag in den Streik getreten. Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung der Löhne um 18 Prozent und eine Angleichung an die Bezahlung in anderen Werken in Ost- und Mitteleuropa.

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    Zuvor war berichtet worden, dass die Stimmung unter den deutschen Exporteuren angesichts der weltweiten Handelskonflikte und des Brexit-Hickkacks so schlecht wie seit fast drei Jahren nicht mehr sei. Laut dem Münchner Ifo-Institut fiel das Barometer für die Exporterwartungen der Industrie im Januar um 2,8 auf 5,9 Punkte und damit den vierten Monat in Folge. Die Unternehmen der Autobranche schätzten ihre Aussichten merklich schlechter ein, so das Ifo-Institut unter Berufung auf seine Umfrage unter 2300 Betrieben. Gleiches gelte auch für die chemische Industrie.

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    Tags:
    Wagen, Auto, Werk, Streik, Volkswagen AG, Audi, Osteuropa, Ingolstadt, Ungarn, Deutschland