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13:06 22 August 2019
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    Bundeswehr-Soldaten vor einem Raketenabwehrkomplex Patriot (Archivbild)

    Neues Luftabwehrsystem für Bundeswehr wird Milliarden Euro teurer – Zeitung

    © AP Photo / Michael Sohn
    Wirtschaft
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    Die Entwicklung des neuen Luftabwehrsystems für die Bundeswehr wird laut einem Bericht der Zeitung „Handelsblatt“ erheblich kostspieliger als bisher geplant.

    Bislang hatte das Bundesverteidigungsministerium die Entwicklungsausgaben auf 972 Millionen Euro geschätzt. „Diesen Wert haben die Beamten von Ministerin Ursula von der Leyen nun nach oben korrigieren müssen, und zwar drastisch“, schreibt die Zeitung. Demnach sollen sich die geschätzten Gesamtkosten auf 3,3 Milliarden Euro belaufen.

    Dabei betont das Blatt unter Berufung auf Berliner Kreise, dass die Bundeswehr trotz dieser Mehrausgaben von 2,3 Milliarden Euro kein einziges System erhalten werde. Die Summe von 3,3 Milliarden Euro sei ausschließlich für die Entwicklung vorgesehen.

    „Die Kosten für die Anschaffung dürften sich aus Sicht von Experten auf weitere vier Milliarden Euro belaufen“, heißt es weiter.

    Der Auftrag für die Entwicklung solle in diesem Jahr an den europäischen Rüstungskonzern MBDA und den US-Konzern Lockheed Martin vergeben werden.

    Die Verteidigungsministerin steht bereits wegen der massenhaften Vergabe von Beraterverträgen sowie Preissteigerungen bei verschiedenen Rüstungsprojekten in der Kritik.

    Die Berateraffäre wurde im August ausgelöst, nachdem der Bundesrechnungshof einen Bericht publiziert hatte, der die Effizienz der Miteinbeziehung von externen Beratern in Frage stellte.

    Dem Bericht zufolge hatte das Ministerium Aufträge für externe Unternehmensberater für das neu eingerichtete Cyber-Kommando regelwidrig vergeben. Es handelte sich dabei um mindestens 200 Millionen Euro für den externen Sachverstand in den Jahren 2015 und 2016.

    Insgesamt soll die Behörde laut eigenen Angaben zusätzlich 343 Millionen Euro für externe Leistungen gefordert haben. Zehn Prozent davon machten sogenannte „beratende Leistungen” aus.

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    Tags:
    Ausgaben, Entwicklung, Luftabwehr, Ursula von der Leyen, Deutschland