00:04 25 April 2019
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    Bau der Gaspipeline Turkish StreamBau der Turkish Stream-Pipeline

    Weiteres Land schließt sich Gaspipeline in Umgehung der Ukraine an

    © Foto: TurkStream © Foto : Gazprom
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    Ungarn zeigt sich laut seinem Botschafter in Russland, Norbert Konkoly, bereit, in das im Bau befindliche Projekt der Gaspipeline Turkish Stream einzusteigen. Zuvor hatte Bulgarien seine Teilnahme am Projekt Turkish Stream verkündet.

    „Ungarn ist an der Diversifizierung von Gasrouten interessiert. Derzeit wird russisches Gas vom Osten nach Ungarn gepumpt. Wir sind aber auch an der Lieferung vom Süden (über Turkish Stream) interessiert“, sagte Konkoly am Montag gegenüber Journalisten.

    Ihm zufolge benötigt Budapest eine Diversifizierung von Lieferungen und ist bereit, russisches Gas über eine neue Gasleitung zu entnehmen. Das Land verfüge über die dafür nötige Infrastruktur.

    Die Pipeline Turkish Stream besteht aus zwei Strängen mit einer Durchgangskapazität von je 15,75 Milliarden Kubikmetern Gas pro Jahr. Der Unterwasserteil der Leitung wird etwa 930 Kilometer lang sein.

    Die Pipeline führt von der russischen Schwarzmeerstadt Anapa zur Ortschaft Kıyıköy im türkischen Thrakien. Das Gas im ersten Strang ist ausschließlich für die Türkei bestimmt. Der zweite Strang soll laut ursprünglichen Plänen bis zur Grenze zwischen der Türkei und der EU verlängert werden.

    Laut dem Energie-Experten in der Strategischen Beratergruppe zur Unterstützung von Reformen bei der ukrainischen Regierung, Karel Girman, stellt die Gaspipeline Turkish Stream für Kiew eine größere Gefahr als Nord Stream 2 dar.

    Der Grund dafür sei, dass die Ukraine nach der Inbetriebnahme der Gasleitung den Transit von russischem Gas endgültig verlieren werde, so Girman.

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    Tags:
    Teilnahme, Turkish Stream, Nord Stream 2, EU, Norbert Konkoly, Ungarn, Türkei, Bulgarien