06:08 21 April 2019
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    Fluggesellschaft Germania

    Bundesregierung plant keine Germania-Rettung

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    Wirtschaft
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    Die deutsche Regierung hat nach Angaben der Agentur AFP derzeit keine Staatshilfe für die insolvente Fluggesellschaft Germania sowie kein Eingreifen zugunsten der betroffenen Airline-Kunden vor.

    Laut Wirtschaftsminister Peter Altmaier handelt es sich bei der Pleite um „einen Anwendungsfall von Marktwirtschaft“.

    Wenn der Staat „willkürlich“ Firmen rette, komme es zu „Fehlallokationen“ und hohen betriebswirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Kosten, sagte der CDU-Politiker am Dienstag in Berlin.

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    Nachdem sich die Fluggesellschaft Air Berlin im August 2017 für zahlungsunfähig erklärt hatte, gewährte die deutsche Regierung dem Unternehmen einen Überbrückungskredit. Zahlreiche Passagiere saßen damals in Flughäfen außerhalb Deutschlands fest.

    Altmaier betonte diesbezüglich, dass das Problem bei Germania offenbar von „viel begrenzterer Dimension“ sei. „Die allermeisten“ Kunden hätten wohl die Chance, sich das Geld für einen Rückflug vom Reiseveranstalter erstatten zu lassen.

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    Eine „interministerielle Runde“ beobachte für die Bundesregierung die Situation bei Germania, so der Minister. Die Lage werde „genau“ im Blick behalten, die Regierung habe aber derweil keine konkreten Pläne.

    Germania hat am Montag nach eigenen Angaben einen Antrag auf Insolvenz beim Amtsgericht Berlin Charlottenburg gestellt. Betroffen sind die Germania Fluggesellschaft mbH und ihr Schwesterunternehmen für technische Dienstleistungen, die Germania Technik Brandenburg GmbH, sowie die Germania Flugdienste GmbH.

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    Tags:
    Hilfe, Insolvenz, Bundesregierung, Germania, Peter Altmaier