19:46 19 Februar 2019
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    Siemens AG Fabrik in Erfurt (Archivbild)

    Mehr als 100.000 Arbeitsplätze in bestimmten Regionen Deutschlands in Gefahr

    © AP Photo / Jens Meyer
    Wirtschaft
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    Ein harter Brexit könnte mehr als 100.000 Arbeitsplätze in Deutschland gefährden. Besonders betroffen wären Automobilstandorte. Zu diesem Ergebnis kommen Experten des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH).

    Laut einer Untersuchung des Instituts, über die „Welt am Sonntag“ vorab berichtete, sehen Ökonomen für den Fall eines harten Brexits mehr als 100.000 Arbeitsplätze in Deutschland in Gefahr.

    „Die Beschäftigungseffekte eines harten Brexits würden vor allem an den Automobilstandorten spürbar werden“, zitiert das Blatt Studienautor Oliver Holtemöller.

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    Besonders hart würde es dabei die Beschäftigten in Wolfsburg und im niederbayerischen Dingolfing-Landau treffen, also Orte, in denen die Automobilkonzerne Volkswagen und BMW zusammen mit Kfz-Zulieferern die größten Arbeitgeber darstellen.

    VW-Logo
    © REUTERS / Paulo Whitaker/
    Des Weiteren wären bei einem unkontrollierten Ausstieg der Briten aus der EU die Landkreise Böblingen und der Märkische Kreis im südlichen Westfalen stark betroffen.

    In Böblingen sind unter anderem Technologiekonzerne wie IBM und Siemens sowie Betriebe der Autoindustrie angesiedelt, im Märkischen Kreis befinden sich zahlreiche exportstarke Mittelständler.

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    Tags:
    Brexit, Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), BMW, Volkswagen AG, Siemens, Nordrhein-Westfalen