Widgets Magazine
03:13 23 Juli 2019
SNA Radio
    Naftogaz-Hauptquartier in Kiew (Archivbild)

    Ukraine kann Russland auf europäischem Gasmarkt ersetzen – Rada-Abgeordneter

    © Sputnik / Witalij Beloussow
    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    434206

    Der Abgeordnete der Werchowna Rada (ukrainisches Parlament) und Präsidentschaftskandidat Sergij Taruta zeigt sich überzeugt, dass die Ukraine zu einem „starken Akteur“ auf dem europäischen Gasmarkt werden und Russland bei Energielieferungen ersetzen könnte.

    In einem Posting auf Facebook am Freitag schrieb Taruta über seine Teilnahme an der Münchner Sicherheitskonferenz sowie an einer Gesprächsrunde über Energiesicherheit, wo das Hauptthema Nord Stream 2 gewesen sei.

    >>>Weitere Sputnik-Artikel: Gastransit durch Ukraine: Moskau will sich keine Bedingungen diktieren lassen<<<

    Der Politiker glaube, dass die Ukraine für Europa zu einer Lösung der „Gasfrage“ werden könne, statt ein Problem zu sein.

    „Die Ukraine kann ihre eigene Gasproduktion steigern und Europa beliefern“, so Taruta.

    Laut dem Abgeordneten unterscheiden sich die Europäische Union und die Vereinigten Staaten in ihrer Bewertung des Projekts Nord Stream 2.

    Die EU betrachte die Pipeline aus einer rein wirtschaftlichen und pragmatischen Sicht, während Washington es aus dem Blickwinkel der Sicherheit sehe. Denn die Beschaffung Gas aus Russland bedeutet laut Taruta, Gas von einem potenziellen Gegner zu kaufen.

    „Wir können Russland in diesem Markt ersetzen und ein starker Akteur auf dem globalen Gasmarkt werden“, erklärte er.

    Zuvor hatte Taruta behauptet, die Ukraine habe „enorme“ Gasreserven – angeblich eine der größten in Europa und weltweit.

    >>>Weitere Sputnik-Artikel: Münchner Sicherheitskonferenz sucht Einigkeit und Feinde<<<

    Beim Kiewer Sicherheitsforum im April 2018 erklärte die US-Botschafterin bei der Nato Kay Bailey Hutchison, die USA wären bereit, die Ukraine mit LNG zu niedrigen Preisen zu versorgen, um einer „Abhängigkeit” vom russischen Gas entgegenzuwirken.

    CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer erläuterte gegenüber der Zeitschrift „Internationale Politik” am 13. Februar, dass Nord Stream 2 „nicht mehr zu verhindern” und „nicht einfach rückabwickelbar” sei. Der Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier bezeichnete das Projekt als „weit fortgeschritten”.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Ukrainer protestieren gegen erhöhte Gaspreise - PHOTOS und VIDEO
    Gazprom: Gasreserven in ukrainischen Speichern schrumpfen drastisch
    Neues Abkommen zu Gastransit über Ukraine – wie sind die Chancen?
    Tags:
    Nord Stream 2, Gaslieferungen, Münchner Sicherheitskonferenz, Sergij Taruta, Russland, Ukraine