07:42 27 Oktober 2020
SNA Radio
    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    6324
    Abonnieren

    Die deutsche Autoindustrie erwartet in diesem Jahr einen deutlichen Rückgang der Inlandsproduktion. In den deutschen Werken dürften mit 4,8 Millionen Pkw rund 5 Prozent weniger Fahrzeuge vom Band rollen. Dies teilte die Deutsche Presse-Agentur unter Verweis auf den Verband der Automobilindustrie (VDA) am Samstag mit.

    Die Auslandsproduktion dagegen werde aller Voraussicht nach um drei Prozent zulegen auf 11,6 Millionen Pkw. Hintergrund seinen die abflauende Konjunktur, Handels- und Zollrisiken, aber auch der Aufbau und Ausbau von Werken in den USA, Mexiko und China, hieß es.

    >>>Weitere Sputnik-Artikel: Deutsch-Russischer Handel um 8,4 Prozent gestiegen<<<

    „Auch in diesem Jahr wird die Auslandsproduktion stärker zunehmen als die gesamte Pkw-Produktion unserer Konzernmarken”, zitiert DPA den Verbandschef Bernhard Mattes.

    Die Beschäftigung bei den deutschen Autobauern dürfte 2019 aber stabil bleiben. Alle Märkte seien auf hohem Niveau.

    Nach den Worten von Mattes muss ein „harter Brexit” – ein EU-Austritt Großbritanniens ohne Vertrag — vermieden werden. Ein „No-Deal-Szenario” wäre folgenschwer und für Unternehmen und Beschäftigte in der EU-27 mit erheblichen Risiken verbunden. Großbritannien sei, gemessen an den Stückzahlen, Deutschlands größter Pkw-Exportpartner. 2018 sei der Export aus Deutschland bereits um 13 Prozent auf 666 000 Neuwagen gesunken.

    Mattes mahnte die EU und die USA, in den Handelsgesprächen „alles zu tun, um eine konstruktive Lösung am Verhandlungstisch zu erreichen”. Den Abschwung am US-Automarkt bekommen die deutschen Hersteller inzwischen weiter zu spüren. Volkswagen, Audi und Daimlers Marke Mercedes-Benz USA meldeten für Februar Absatzrückgänge. BMW trat auf der Stelle. Doch die deutschen Autobauer seinen keine Ausnahmen.

    >>>Weitere Sputnik-Artikel: Deutsche Wirtschaft erhält Dämpfer — schwächstes Wachstum seit Jahren<<<

    Zuvor war berichtet worden, dass die Stimmung unter den deutschen Exporteuren laut dem Münchner Ifo-Institut angesichts der weltweiten Handelskonflikte und des Brexit-Hickhacks so schlecht wie seit fast drei Jahren nicht mehr sei. Das Barometer für die Exporterwartungen der Industrie fiel demnach im Januar um 2,8 auf 5,9 Punkte und damit den vierten Monat in Folge.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Thai-König in Bayern: Maas droht mit Konsequenzen bei Rechtsverstößen
    Corona-Pleitewelle – Massive Arbeitslosigkeit: Oder Mut zu radikaler Steuerreform?
    Nord Stream 2: Russisches Rohrlegeschiff verlässt Heimathafen Kaliningrad
    Biden bezeichnet Russland als „größte Bedrohung für Amerika“
    Tags:
    Wirtschaft, Wagen, Auto, China, Mexiko, USA, Deutschland