10:30 18 November 2019
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    Die Verhandlungen zwischen den Staatschefs von China und den USA im Rahmen des G20-Gipfels in Hamburg (Archivbild)

    Trotz Zölle: US-Handelsdefizit steigt 2018 auf Zehn-Jahres-Hoch

    © Foto: Official White House/ Shealah Craighead
    Wirtschaft
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    Das Handelsdefizit der Vereinigten Staaten steigt immer weiter. 2018 hat es das Zehn-Jahres-Hoch erreicht, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

    Der Meldung zufolge konnten auch die neuen Strafzölle aus Washington das Handelsdefizit nicht verhindern. Die Importe von Waren und Dienstleistungen übertrafen 2018 die Exporte um 621 Milliarden Dollar, teilte das Handelsministerium am Mittwoch in Washington mit.

    Das ist ein Anstieg um 18,8 Prozent im Vergleich zu 2017. Damals betrug die Differenz noch etwa 552 Milliarden Dollar.

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    Politisch besonders heikel bleibt das Defizit mit China – dieses weitete sich um fast zwölf Prozent auf 419 Milliarden Dollar aus. Auch mit der EU steckt Washington in einem Minus, das zunehmend wächst. Auch hier nahm das Defizit um fast zwölf Prozent auf gut 169 Milliarden Dollar zu.

    US-Präsident Donald Trump betont in diesem Zusammenhang immer wieder, dass sein Land angeblich von der Volksrepublik China „ausgenutzt“ werde.

    Als Gegenmaßnahme hat Washington Zölle gegen China, aber auch gegen die EU und andere Wirtschaftsräume verhängt, um die Importe zu dämpfen und geringere Zölle für die eigenen Exporte durchzusetzen.

    Dieser Schritt hat im Moment offenbar nicht den gewünschten Effekt gezeigt. Gleichzeitig berichtet Reuters, dass ein Handelsabkommen mit China Insidern zufolge in greifbarer Nähe wäre.

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    Damit könnte eine neue Runde höherer Zölle der USA auf chinesische Waren im Wert von 200 Milliarden Dollar abgewendet werden.

    Demnach könnten Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping die Einigung noch in diesem Monat auf einem Gipfel besiegeln.

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    Tags:
    Defizit, Handel, Donald Trump, EU, USA, China