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13:29 20 Juli 2019
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    Mitarbeiterinnen eines Landwirtschaftsunternehmens in Lübbenau (Archivbild)

    Der Job macht`s – Mehr Frauen können von ihrer Hände Arbeit leben

    © AFP 2019 / dpa / Patrick Pleul
    Wirtschaft
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    Beata Arnold
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    Rund 16,9 Millionen Frauen in Deutschland können mittlerweile ihren Lebensunterhalt durch eigene Erwerbstätigkeit bestreiten. Mit dieser Botschaft erfreute anläßlich des Internationalen Frauentags das Statistische Bundesamt. Im Lichte gestiegener Lebenshaltungskosten und geschlechterspezifischer Verdienstdiskrepanzen eine sportliche Leistung.

    Von rund 81,74 Millionen Einwohnern der Bundesrepublik wurden 800.000 repräsentativ zu ihren Lebensumständen befragt. Hochrechnungen des sog. Mikrozensus` zufolge leben rund 16,9 Millionen des 41,2 Millionen zählenden weiblichen Bevölkerungsanteils vom Job. Basierend auf Erhebungen aus dem Jahr 2017 gaben 72 Prozent der erwerbstätigen 25- bis 54-jährigen Frauen an, von ihrer Arbeit auch ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können. Noch vor 10 Jahren bestätigten dies nur 65 Prozent.

    Je näher der Ruhestand rückt, desto erfolgreicher schienen die Frauen binnen der vergangenen 10 Jahre geworden zu sein. Bei der Gruppe der 55- bis 64-Jähren gaben rund 3,35 Millionen Frauen an, aus eigener Arbeit auch ein Auskommen zu haben – ein Anstieg um 19 Prozent.

    Frauen verdienen laut Statistikportal statista im bundesdeutschen Durchschnitt derzeit 3.330 Euro brutto monatlich —  in Vollzeit allerdings. Angesichts ebenfalls vom Bundesamt ermittelter gestiegener privater Lebenshaltungskosten von bundesweit durchschnittlich 2.517 Euro und insbesondere mit Mieten in Großstädten wie München von um 17,56 Euro und Hamburg um 11,94 Euro, die das Immobilienportal immowelt errechnete, vermittelt die neue Statistik ein geradezu optimistisch stimmendes Bild in Zeiten, in welchen über prekäre Arbeitsverhältnisse und die Angst vor Altersarmut debattiert wird.

    Als Alternativen zum eigenen Broterwerb konnten die Frauen im Zensus noch Renten oder eigenes Vermögen, Sozialhilfe, Arbeitslosengeld oder versorgende Angehörige angeben. Danach sind rund 11,8 Millionen Frauen bundesweit von Einkünften der Partner oder Angehörigen abhängig: 28,6 Prozent.

    Und die Männer? Bei der Gruppe der jüngeren Erwerbstätigen gaben 85 Prozent an, von eigener Hände Arbeit leben zu können, bei den älteren nur knapp 71 Prozent. Eines eint sie allerdings: Männer verdienen im Schnitt satte 21 Prozent mehr als Frauen.

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    Tags:
    Geschäft, Statistik, Selbständigkeit, Erwerbstätigkeit, Frauen, Statistisches Bundesamt, Deutschland