18:30 17 November 2019
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    Deutsche-Bank-Vorstand billigt Gespräche mit Commerzbank

    © AFP 2019 / Daniel ROLAND
    Wirtschaft
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    Der Vorstand der Deutschen Bank hat einem Insider zufolge informelle Gespräche mit der Commerzbank genehmigt. Dabei solle eine Fusion der beiden Geldhäuser geprüft werden, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person am Samstag. Die „Welt am Sonntag” hatte als erste darüber berichtet.

    Demnach habe es erste inoffizielle Kontakte in sehr kleiner Runde gegeben. Diese seien allerdings noch nicht in einem Stadium, in dem sie mitteilungspflichtig seien. Ein Mandat des Aufsichtsrates gibt es einer Person aus dem Umfeld des Kontrollgremiums der Deutschen Bank nicht. Ähnliches verlautete aus Kreisen des Commerzbank-Aufsichtsrats, teilte die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am Samstag mit.

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    Über ein Zusammengehen beider Banken wird seit Monaten heftig spekuliert. Durch eine Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank entstünde das mit Abstand größte deutsche Geldhaus. Im internationalen Vergleich wäre diese neue Bank aber immer noch ein Leichtgewicht, so dpa.

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    Zuvor war berichtet worden, dass das Wall Street Journal eine Untersuchung von Journalisten über Anleihegeschäfte der Deutschen Bank, die aufgrund komplexer Investitionen einen Milliardenverlust eingefahren hat, veröffentlicht hatte. Im Vorfeld der Finanzkrise von 2008 hatte die Deutsche Bank 500 US-Kommunalanleihen für 7,8 Milliarden US-Dollar (zu dem Zeitpunkt etwa 5,9 Milliarden Euro) gekauft. In den darauffolgenden Jahren haben die Kredite jedoch immer weiter an Wert verloren. Beim Verkauf 2016 stellte sich letztendlich ein Verlust von 1,6 Milliarden US-Dollar (rund 1,4 Milliarden Euro) heraus, hieß es.

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