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01:28 19 Juli 2019
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    Audi-Produktion (Archiv)

    „Tabuthemen darf es nicht geben” – Audi-Chef macht bei Umbau Druck

    © REUTERS / Laszlo Balogh
    Wirtschaft
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    Der neue Audi-Chef Bram Schot macht beim Umbau der VW-Tochter Druck. Laut ihm muss Audi effizienter entwickeln, produzieren und wirtschaften. Dies teilte Schot in einem Schreiben an die Beschäftigten, das der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorliegt.

    Demnach soll dabei auch die Größe der Belegschaft auf den Prüfstand: Man wolle in Gesprächen mit dem Betriebsrat „die Zahl der direkten und indirekten Mitarbeiter unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung genau unter die Lupe nehmen” sowie „die Vergabe der Fahrzeugprojekte und Werkbelegungen genau anschauen” und die „Produktionskapazitäten standortspezifisch optimieren”. Zuvor hatte die „Heilbronner Stimme” (Samstagausgabe) darüber berichtet.

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    „Wir erwarten dabei von allen Audianern, dass sie ihren Beitrag leisten und sich konsequent qualifizieren. Es führt kein Weg daran vorbei, dass wir unsere Personalstruktur überdenken. Gleichzeitig müssen wir die Managementstruktur und Organisation straffen”, zitiert dpa Schot.

    Audi beschäftigt nach früheren Angaben in Ingolstadt rund 44 000, im württembergischen Neckarsulm rund 17 000 Mitarbeiter. Für die beiden deutschen Standorte gilt derzeit eine Beschäftigungsgarantie bis Ende 2025.

    Ein Schild mit der Überschrift Bundesrepublik Deutschland an der Autobahn bei Aachen
    © AFP 2019 / DPA/Oliver Berg
    Hintergrund ist mit „Dieselgate”, den Verzögerungen bei der Auslieferung neuer Autos wegen des neuen Abgasprüftests WLTP, strengeren Abgasnormen sowie den ehrgeizigen Plänen beim Ausbau der E-Mobilität und neuer Konkurrenz ein Bündel von „gewaltigen Herausforderungen”.

    „Audi muss massiv investieren, um seine Zukunft zu sichern. Das Geld, das wir dafür brauchen, müssen wir aber selbst erwirtschaften können, sonst können wir die geplanten 40 Milliarden Euro für Zukunftsthemen nicht finanzieren”, so Schot.

    Erst vor kurzem war der Volkswagen-Großaktionär Wolfgang Porsche mit seinem Unternehmen hart ins Gericht gegangen und hatte mit Blick auf die Marke Volkswagen kritisiert: „Wir haben Speck angesetzt.” Zugleich sieht er auch bei der Konzerntochter Audi Probleme. Sie sei „nicht mehr profitabel genug. Der Vorstand muss jetzt verstärkt sparen und das Unternehmen schlanker aufstellen”, sagte Wolfgang Porsche am Rande des Genfer Autosalons.

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    Neue Wettbewerber aus China kämen auf den Markt, deshalb müsse auch Audi günstiger produzieren. „Audi hat Speck angesetzt. Bram Schot und der Vorstand haben das erkannt und steuern dagegen.” Wolfgang Porsche ist Sprecher der Eigentümerfamilie, die über die Porsche-SE-Holding die Mehrheit der Stimmrechte am Volkswagen-Konzern kontrolliert.

    Zuvor war berichtet worden, dass die deutsche Autoindustrie in diesem Jahr einen deutlichen Rückgang der Inlandsproduktion erwartet. In den deutschen Werken dürften mit 4,8 Millionen Pkw rund 5 Prozent weniger Fahrzeuge vom Band rollen. Dies teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) mit. Die Auslandsproduktion dagegen werde aller Voraussicht nach um drei Prozent zulegen auf 11,6 Millionen Pkw. Hintergrund seinen die abflauende Konjunktur, Handels- und Zollrisiken, aber auch der Aufbau und Ausbau von Werken in den USA, Mexiko und China, hieß es.

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    Tags:
    Umbau, Finanzierung, Auto, Audi, Deutschland