22:55 19 April 2019
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    Gastransit in der Ukraine (Archivbild)

    Gastransit: Chef von ukrainischem Naftogaz beschwert sich über Deutschland

    © AFP 2019 / ALEXANDER ZOBIN
    Wirtschaft
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    Die deutschen Behörden könnten Kiew den Gastransit entziehen, sagte der Chef des ukrainischen Gasversorgers Naftogaz, Andrej Kobolew.

    „Naftogaz hat sich sehr um die Beibehaltung des Gastransits durch die Ukraine nach 2019 bemüht“, schrieb Kobolew in seinem Facebook-Account.

    „Aber angesichts des Vorgehens Russlands, Deutschlands und eines Teiles der ukrainischen politischen Szene gibt es keine Gewissheit bei der Aufrechterhaltung des Gastransits. Dementsprechend muss die Herangehensweise um die Erneuerung des ukrainischen Erdgastransportsystems ausgewogen und verantwortlich sein“, so der Naftogaz-Chef.

    Verhandlungen über Transit

    Im Januar 2019 hatten in Brüssel Gasverhandlungen im Dreier-Format (Russland-Ukraine-Europäische Kommission) stattgefunden. Im Mittelpunkt stand die Perspektive des ukrainischen Gastransits nach Ablauf des derzeitigen Abkommens am 31. Dezember 2019.

    Der Vizepräsident der Europäischen Kommission, Maroš Šefčović, wies darauf hin, dass der neue Vertrag „den EU-Standards entsprechen muss, es muss langfristig sein – mehr als zehn Jahre“.

    Die russischen Behörden betonten mehrfach, dass der Gastransit durch die Ukraine fortgesetzt werde, sollte dies wirtschaftlich profitabel sein. Russlands Premierminister Dmitri Medwedew nannte die Bedingungen für die Beibehaltung der Route: die Regelung der Beziehungen zwischen den interessierten Unternehmen, gewinnbringende Wirtschaftsparameter des Deals und eine stabile politische Lage.

    Laut dem russischen Energieminister Alexander Nowak ist der Gastransit durch die Ukraine zurzeit jedoch viel teurer als auf anderen Routen.

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    Tags:
    Gastransit, Naftogaz, Deutschland, Russland, Ukraine