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02:32 23 Juli 2019
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    BMW-Logo (Symbolbild)

    BMW erwartet Gewinnrückgang und verschärft Sparkurs

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    Wirtschaft
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    Der Autobauer BMW verschärft wegen hoher Investitionen in die Elektromobilität und der schwächeren Konjunktur den Sparkurs und baut Personal ab. Das Konzernergebnis vor Steuern wird 2019 voraussichtlich deutlich unter dem Vorjahreswert liegen, wie der Münchner Autobauer am Mittwoch mitteilte.

    Angesichts der Herausforderungen und Belastungen weitet BMW seine Anstrengungen zur Verbesserung der Effizienz aus, so die Agentur Reuters am Mittwoch. Bis Ende 2022 sollen insgesamt mehr als zwölf Milliarden Euro eingespart werden.

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    Die operative Marge im Autogeschäft soll in diesem Jahr voraussichtlich in einer Spanne zwischen sechs und acht Prozent landen, nachdem sie 2018 um zwei Prozentpunkte auf 7,2 Prozent gesunken war. Die im Oberklassesegment angestrebte Rendite von acht bis zehn Prozent bleibe der grundsätzliche Anspruch in einem stabilen Umfeld. BMW müsse konsequent an seiner Ertragskraft arbeiten, um die Transformation der Branche auch künftig aus eigener Kraft zu stemmen.

    Krüger deutete zudem einen Personalabbau an, in dem er sagte, die Mitarbeiterzahl solle trotz der Einstellung von IT-Spezialisten in Zukunftsfeldern wie Digitalisierung, autonomes Fahren und Elektromobilität auf Vorjahresniveau bleiben.

    „Wir haben eine gegenüber den Vorjahren erhöhte natürliche Fluktuation aufgrund geburtenstarker Jahrgänge”, zitiert Reuters Krüger. Das gebe BMW die Möglichkeit, sich stärker auf die Zukunftsthemen auszurichten und Effizienzen zu heben.

    Im abgelaufenden Jahr war der Nettogewinn um fast 17 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro gesunken, weil sowohl die Rabattschlachten um die Einführung des schärferen Abgastests WLTP als auch die internationalen Handelskonflikte ins Kontor schlugen.

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    Zuvor war berichtet worden, dass laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) Zehntausende Jobs in Deutschland durch die Umstellung von Verbrennungs- auf Elektromotoren verschwinden würden. Darüber hinaus dürften der Wirtschaft auch Milliarden Euro verloren gehen. „Im Jahr 2035 werden knapp 114.000 Plätze aufgrund der Umstellung auf den Elektroantrieb bei Pkws verloren gegangen sein”, so IAB am 5. Dezember 2018. Der Wirtschaft dürften bis dahin rund 20 Milliarden Euro verloren gehen, was rund 0,6 Prozent des realen Bruttoinlandsproduktes entspreche.

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    Tags:
    Sparprogramm, Elektroauto, Digitalisierung, Stellenkürzung, BMW, Deutschland