19:42 12 Dezember 2019
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    Bau der Gaspipeline Turkish Stream (Archivbild)

    Ungarn rechnet 2021 mit Gas aus der Pipeline Turkish Stream

    © Foto : TurkStream
    Wirtschaft
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    Ungarn rechnet damit, erstes Gas aus der Pipeline Turkish Stream in der zweiten Jahreshälfte 2021 zu erhalten. Das sagte der ungarische Außenminister Péter Szijjártó in einem am Donnerstag ausgestrahlten Interview des russischen TV-Senders Rossija 24.

    „Je mehr Gasleitungen, desto besser. Für uns sind neue Lieferrouten sehr wichtig. Eben deshalb kooperieren wir mit unseren bulgarischen und serbischen Kollegen“, sagte der Minister.

    „Wir sind bereits mehrmals zusammengetroffen, um den Terminplan der Arbeiten abzustimmen. Nach aktuellem Stand der Dinge dürfte erstes Gas in der zweiten Hälfte 2021 nach Ungarn fließen. Dazu sind alle Chancen vorhanden“, sagte Szijjártó.

    Turkish Stream besteht aus zwei Strängen mit einer Durchsatzkapazität von je 15,75 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr. Der Unterwasserteil der Leitung wird etwa 930 Kilometer lang sein. Die Pipeline führt von der russischen Schwarzmeerstadt Anapa zur Ortschaft Kıyıköy im türkischen Thrakien. Das durch den ersten Strang zu transportierende Gas ist ausschließlich für die Türkei bestimmt. Der zweite Strang soll laut ursprünglichen Plänen bis zur Grenze zwischen der Türkei und der EU verlängert werden.

    Für den Bau des Unterwasserteils der Pipeline, mit dem am 7. Mai 2017 begonnen wurde, ist die 100-prozentige Gazprom-Tochter South Stream Transport B.V. zuständig.

    Indes ist der Endpunkt der Gasleitung noch nicht festgelegt. Russlands Energieminister Alexander Nowak zufolge bevorzugt die russische Seite eine Verlängerung nach Bulgarien und Österreich. Im Gespräch ist auch die Variante via Griechenland nach Italien. Abzweigungen sollen auch nach Serbien und Ungarn gebaut werden. Alle interessierten Länder bauen jetzt ihre Gastransportnetze aus.

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    Tags:
    Gaslieferungen, Bau, Gaspipeline, Turkish Stream, EU, South Stream Transport, Gazprom, Energieministerium Russlands, Alexander Nowak, Italien, Bulgarien, Österreich, Serbien, Balkan, Ungarn, Russland, Türkei