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    Volkswagen könnte Ukraine Richtung Serbien verlassen – Medien

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    Wirtschaft
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    Der deutsche Konzern Volkswagen kann laut serbischen Medienberichten seine Betriebskapazitäten in der Ukraine einmotten und die Autoproduktion nach Serbien verlegen, wo die wirtschaftliche und politische Situation stabil sei.

    Die im Dorf Solomonowo (westukrainische Region Transkarpatien) ansässige Aktiengesellschaft „Eurocar“ liefert derzeit Fahrzeugmodelle Audi A4 und A6, Škoda Fabia, Octavia, Seat Leon, Altea und Toledo. Die Betriebskapazitäten erlauben es, bis zu 45.000 Fahrzeuge im Jahr zu bauen. Doch wegen der wirtschaftlichen Situation in der Ukraine, die sich seit dem Jahr 2016 verschlechtert hat, liefert das Autowerk jetzt weniger als ein Zehntel davon. So sind 2016 nur noch 4.000 Fahrzeuge vom Band gelaufen.

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    Laut den Medienberichten betrachtet Volkswagen nun Serbien als ein Land, wo eine Multi-Brand-Produktion organisiert werden könnte. VW-Mitarbeiter haben sich mit Milenko Kostić, dem Chef des Unternehmens, das Škoda-Wagen importiert, in Verbindung gesetzt.

    Laut Kostić wäre der „Umzug“ des VW-Konzerns in sein Land ein fantastisches Ereignis.

    Die für den Bau eines solchen Betriebes erforderlichen 300 bis 400 Hektar Land gebe es in der nördlichen Provinz Vojvodina, so Kostić.

    Der serbische Präsident Aleksandar Vučić erklärte dazu:

    „In Bezug auf die Organisation des Volkswagen-Business ist Serbien das stärkste und stabilste Land im Vergleich zu den anderen Staaten, die an solchen Investitionen interessiert sind. Das sind die Türkei, Rumänien, Bulgarien und noch ein Land.“ Vučić will Verhandlungen mit VW-Vertretern führen, die an der in Belgrad laufenden Automesse teilnehmen.

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    Die Entscheidung des deutschen Autokonzerns zur Produktionsaufnahme in Serbien soll im April bekanntgegeben werden.

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    Tags:
    Situation, Automesse, Entscheidung, Verhandlungen, Audi, Volkswagen AG, Aleksandar Vučić, Deutschland, Serbien, Ukraine