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10:28 16 Juli 2019
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    The sign of German car company Audi photographed at the front of a car in Berlin, Germany, Monday, Sept. 28, 2015.

    Wegen „Giftliste” mit Einsparungen: Audi-Betriebsrat attackiert Vorstand

    © AP Photo / Markus Schreiber
    Wirtschaft
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    Der Audi-Betriebsrat hat den Vorstand unter Bram Schot am Mittwoch wegen Sparplänen scharf kritisiert.

    Der Vorstand habe dem Betriebsrat eine „Giftliste” mit geplanten Einsparungen vorgelegt. Aber er habe keine Zukunftsstrategie, in der E-Mobilität, Batterie- und Brennstoffzellen, Carsharing und der Wandel zum Mobilitätsdienstleister verankert seien, sagte der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Jörg Schlagbauer auf einer Betriebsversammlung in Ingolstadt.

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    „Wir können noch nicht nachvollziehen, wie wir Audi mit diesen Mitteln wieder an die Spitze bringen wollen”, zitierte die Deutsche Presse-Agentur (dpa) Schlagbauer. „Die Zeit der schönen Worte und großen Reden ist vorbei — jetzt müssen Perspektiven und verlässliche Entscheidungen her!”

    Schot will mehrere tausend Stellen streichen und Audi nach einem schwachen Jahr mit Einsparungen und Elektroautos wieder auf Kurs bringen.

    Für die 61 000 Audi-Beschäftigten in Ingolstadt und im württembergischen Neckarsulm gilt noch bis 2025 ein Kündigungsschutz. Schlagbauer forderte eine Verlängerung bis 2030, mehr Mitbestimmung und eine bessere Zusammenarbeit der Unternehmensleitung mit IG Metall und Betriebsrat. Die VW-Tochter brauche endlich einen klaren Kurs. Betriebsratschef Peter Mosch sagte: „Mit der Verunsicherung der Belegschaft muss jetzt Schluss sein!”

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    Zuvor war berichtet worden, dass die Volkswagen-Tochter Audi im Zuge ihrer Sparmaßnahmen ab Mai eine von drei Dauernachtschichten am Firmensitz streichen will. Dies teilte am 19. März die Agentur Reuters mit. Betriebsratsangaben zufolge sind von der Streichung der Dauernachtschicht etwa 470 Mitarbeiter betroffen sowie angrenzende Tätigkeiten, die sich aktuell noch nicht beziffern ließen.

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    Tags:
    Elektroauto, Sparprogramm, Stellenkürzung, Audi, Ingolstadt, Deutschland