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17:46 18 August 2019
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    Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 in Ostsee

    Gazprom-Chef entkräftet Spekulationen über Hindernisse für Nord Stream 2

    © Foto: Nord Stream 2 / Axel Schmidt
    Wirtschaft
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    Alle Erklärungen der Staatschefs verschiedener Länder zum Schicksal des Projekts Nord Stream 2 entsprechen nicht der Wirklichkeit, die Bauarbeiten sollen bis Ende 2019 abgeschlossen werden. Dies sagte der Vorstandsvorsitzende des russischen Gaskonzerns Gazprom, Alexej Miller, in einem Interview aus der TV-Sendung „Moskau.Kreml.Putin“.

    „Alle in der letzten Zeit artikulierten Erklärungen entsprechen nicht der Wirklichkeit. Es gibt im Großen und Ganzen keine fatalen rechtlichen Hindernisse, die uns Grund dafür geben könnten, zu sagen, dass wir bis Ende 2019 nicht mit dem Bau des Nord Stream 2 fertig werden können“, sagte Miller.

    Laut den Kritikern des Projekts könnte die Gasleitung die energiepolitische Abhängigkeit Europas von Russland verstärken. Länder wie Polen wollten die Gasrichtlinie deswegen eigentlich so ändern, dass die Gaspipeline von Russland nach Deutschland über zusätzliche Auflagen gestoppt werden könnte.

    Der Streit um die Gaspipeline Nord Stream 2 innerhalb der EU konnte schließlich beigelegt werden. Laut der EU-Kommission wurde eine Einigung über die neue europäische Gasrichtlinie erzielt. Die Neuregelung sieht vor, dass Pipelines von einem Drittstaat in die Europäische Union denselben Auflagen unterliegen wie Leitungen innerhalb der EU. So darf unter anderem Besitz und Betrieb nicht in einer Hand sein.

    Mit Nord Stream 2 sollen jährlich bis zu 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas aus Russland an Drittstaaten wie der Ukraine oder Polen vorbei durch die Ostsee nach Deutschland transportiert werden können. Bisher sind mehr als 800 Kilometer der 1200 Kilometer langen Rohrleitung verlegt worden.

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    Tags:
    Nord Stream 2, Rohrleitung, Gaspipeline, EU-Kommission, EU, Alexej Miller, Russland