07:14 27 Februar 2020
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    Siemens hat für seine kriselnde Gasturbinensparte einen Großauftrag in Brasilien an Land gezogen. Der deutsche Industriekonzern kündigte am Mittwoch an, gemeinsam mit dem britischen Öl- und Gaskonzern BP und dem brasilianischen Logistikunternehmen Prumo ein Gaskraftwerk samt zugehörigem Flüssiggasterminal zu bauen und zu betreiben.

    Vom gesamten Projektvolumen über eine Milliarde Euro entfalle mehr als die Hälfte auf Siemens, teilte die Agentur Reuters mit. Die Siemens-Aktie weitete ihre Kursgewinne aus und lag 1,9 Prozent im Plus.

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    Das Kraftwerk soll 2021 in Betrieb gehen und in den Folgejahren von Siemens betrieben und gewartet werden. Die Leistung des Kraftwerks im Hafen von Arcu im brasilianischen Bundesstaat Rio de Janeiro beläuft sich den Angaben zufolge sich auf 1,3 Gigawatt, was dem Elektrizitätsbedarf einer Stadt mit bis zu vier Millionen Einwohnern entspreche. An der Projektgesellschaft Gas Natural Acu (GNA) ist Siemens zu einem Drittel beteiligt.

    Siemens hatte Insidern zufolge zuletzt die Suche nach einer Lösung für das schrumpfende Geschäft mit großen Gas- und Dampfturbinen vorangetrieben. Vorstandschef Joe Kaeser wolle den Investoren des Industriekonzerns am 8. Mai einen Partner präsentieren, hatten mit den Plänen vertraute Personen im März zu Reuters gesagt. Dafür seien Gespräche mit dem japanischen Konkurrenten Mitsubishi Heavy Industries verstärkt worden.

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    Zuvor war berichtet worden, dass Deutschlands größter Autokonzern VW und der US-amerikanische Internet-Riese Amazon am 27. März ihre Zusammenarbeit bekundet hatten. Später schloss sich auch der Technologie-Gigant Siemens dem Duo an. Es ging um die Optimierung der Abläufe bei Volkswagen.

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