11:21 10 Juli 2020
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    Die deutsche Industrie hat im Februar überraschend den stärksten Auftragseinbruch seit mehr als zwei Jahren erlitten. Das Neugeschäft schrumpfte vor allem wegen der schwachen Auslandsnachfrage um 4,2 Prozent zum Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Donnerstag mitteilte.

    Von der Agentur Reuters befragte Ökonomen hatten hingegen mit einem Zuwachs von 0,3 Prozent gerechnet. Bereits im Januar waren die Aufträge um 2,1 Prozent zurückgegangen.

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    „Im Februar waren in den meisten Wirtschaftsbereichen sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland weniger Bestellungen zu verzeichnen”, erklärte das Ministerium.

    „In den kommenden Monaten ist insbesondere wegen fehlender Auslandsnachfrage weiterhin mit einer verhaltenen Industriekonjunktur zu rechnen”, hieß es.

    Ökonomen zeigten sich von der Abwärtsdynamik überrascht.

    „Ein erneuter herber Rückschlag”, zitiert Reuters Jens-Oliver Niklasch von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Die Industriekonjunktur sei wohl schon fast im freien Fall.

    Die Aufträge aus dem Inland fielen um 1,6 Prozent, die Auslandsaufträge verringerten sich sogar um 6,0 Prozent. Dabei schrumpften die Bestellungen aus den Ländern außerhalb der Euro-Zone mit 7,9 Prozent besonders deutlich.

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    Zuvor war berichtet worden, dass das Handelsvolumen zwischen Deutschland und Russland im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr um rund 8,4 Prozent gestiegen war. Dies ging aus vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamts hervor. Der deutsch-russische Handel stieg 2018 um 8,4 Prozent auf 61,9 Milliarden Euro. Die deutschen Importe aus Russland legten im Vorjahresvergleich um 1,7 Prozent zu und betrugen rund 36 Milliarden Euro. Auch die Exporte nach Russland sind um 0,6 Prozent auf 25,9 Milliarden Euro gestiegen, hieß es.

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