13:48 22 September 2020
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    Die weltweite Getreideernte kann laut Angaben der Uno-Welternährungsorganisation (FAO) in Rom als auch des Internationalen Getreiderates (IGC) in London zum wiederholten Mal nicht reichen, um den Bedarf zu decken.

    Im Agrarjahr 2018/19 werden laut der FAO circa 30 Millionen Tonnen mehr verbraucht als geerntet. Die erwartete Gesamternte in der Welt beziffern die Uno-Experten auf knapp 2,66 Milliarden Tonnen.

    Das letzte globale Getreidedefizit gab es im Agrarjahr 2012/13. Damals litten amerikanische Farmer unter den Folgen einer langjährigen Dürre. In Bezug auf den aktuellen Rückgang der Weizenente gilt als Ursache die Dürre in weiten Teilen Europas. Diese Reduzierung sei sowohl in der EU als auch in Russland zu sichten. Laut Experten fiel die europäische Getreideernte im Jahre 2018 wegen Dürre um sechs Prozent niedriger aus als im Vorjahr.

    Die Folgen sind laut dem Bundesverband der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) bereits zu spüren: Während die Erzeugerpreise für Lebensmittel im Januar und Februar im Vergleich zum Vorjahr kaum stiegen, legten sie beispielweise bei Brot und Getreideerzeugnissen in Deutschland um 6,3 Prozent zu.

    Die Experten betonten zugleich, dass ein Rückgang bei der Getreideernte nicht bedeute, dass Hungernöte drohen. Die Speicher und Lagerhäuser in aller Welt seien gut gefüllt.

    Darüber hinaus prophezeien die Londoner Spezialisten für 2018/19 eine etwas größere Schrumpfung der Lagerbestände um 44 Millionen Tonnen, für 2019/20 rechnen sie mit einem weiteren Rückgang von 28 Millionen Tonnen.

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    Tags:
    Welt, EU, Preise, Dürre, Defizit, Getreide, Russland, Europa