23:09 28 November 2020
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    Diese Woche hat eines der führenden deutschen Unternehmen der Chemie- und Pharmaindustrie die Eröffnung des „Wissenschaftsdialogs Merck“ in Moskau angekündigt. Das Projekt wurde zum 120-jährigen Jubiläum Mercks auf dem russischen Markt und 350-jährigen in der Welt veranstaltet.

    Gegründet 1668 ist Merck das älteste pharmazeutisch-chemische Unternehmen der Welt. Es verzeichnet insgesamt 51.000 Mitarbeiter und kann mit seiner hohen Innovationsbereitschaft aufwarten. Dazu soll auch der Wissenschaftsdialog dienen. Weltberühmte Wissenschaftler wie Arieh Warshel, israelischer Nobelpreisträger für Chemie, sowie Akademiemitglied und Hauptonkologe Russlands, Andrej Kaprin, hielten Vorträge bei der Konferenz. Im Fokus standen Themen wie immunonkologische Therapien und digitale Technologien. Die Immuntherapie kann eine neue Waffe im Kampf gegen Krebs sein: Die Fortschritte in diesem Bereich zeigen, dass ein kleinerer Teil der Patienten mit vormals unheilbarer Erkrankung möglicherweise wieder gesund werden kann.

    Der stellvertretende Minister Russlands für Wissenschaft und Hochschulausbildung, Grigori Trubnikow, betonte, dass Russland auch auf die Entwicklung einer Wissenschaftsgemeinschaft und einen Progress in der Hightech-Wirtschaft abziele. Die internationale Kooperation Russlands mit führenden Unternehmen wie „Merck“ solle der russischen Forschungsindustrie zu Fortschritten verhelfen, die Entstehung von Innovationen fördern und eine Plattform für den Aufbau eines internationalen Dialogs bieten.

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    Diese Partnerschaft scheint eine Win-Win-Situation zu sein. Auch Deutschland könne davon profitieren, indem es ein wettbewerbsfähiges Wissenschafts- und Innovationszentrum bleibe, bemerkte der deutsche Botschafter in Russland, Rüdiger von Fritsch. Das Unternehmen „Merck“ sei ein beeindruckendes Bespiel für das Interesse deutscher Geschäfte an Russland.

    Die Arbeit vom Konzern in Russland und auch weltweit sei immer im Interesse der Patienten, denen die Erfolge von Wissenschaft und Technik zu Hilfe kämen, erklärte Belén Garijo, CEO von Healthcare, „Merck“.

    „Der Wissenschaftsdialog Merck“ ist ein wichtiger Schritt für die Chemiewissenschaften in den beiden Ländern. In den letzten Jahren legt  „Merck“ in Russland besonders viel Wert auf die Förderung von Gesundheitsfürsorge und Life Science sowie die Lokalisierung der Pharmaindustrie. Dem Fortschritt dient auch das eigenen Forschungs- und Testlabor, das Merck 2017 in der Technopolis Moskau eröffnete, einem Cluster für Medizintechnik und Pharmazeutik. Die Manager von Merck in Moskau hoffen, dass sich ihr Labor zur Keimzelle einer jahrzehntelangen Erfolgsgeschichte entwickelt – ähnlich wie einst eine kleine Apotheke in Darmstadt.

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    Tags:
    Pharmazie, Internationale Beziehungen, Unternehmen, Krebs, Innovationen, Wissenschaft, Partnerschaft, Merck, Grigori Trubnikow, Andrej Kaprin, Arieh Warshel, Rüdiger von Fritsch, Deutschland, Russland