01:39 16 Juni 2019
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    Mehr als drei Milliarden Euro: Deutsche Wirtschaft investiert in Russland

    Mehr als drei Milliarden Euro: Deutsche Wirtschaft investiert in Russland

    © Sputnik / Witalij Timkiw
    Wirtschaft
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    Alexander Boos
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    Deutsche Unternehmen haben im vergangenen Jahr mehr als drei Milliarden Euro in Russland investiert. „Das ist der höchste Wert seit der Finanzkrise 2008“, erklärte dazu die „Deutsch-Russische Auslandshandelskammer“ (AHK) in einer aktuellen Presseerklärung. Die Investitionen haben im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent zugenommen.

    2018 haben deutsche Firmen „die höchste Summe seit der Finanzkrise 2008-2009 in die russische Wirtschaft investiert.“ Dies teilte am Montag die „Deutsch-Russische Auslandshandelskammer“ (AHK) in Moskau unter Berufung auf Statistiken der Bundesbank in einer Pressemitteilung mit. Somit stiegen die Investitionen 2018 im Vergleich zum Vorjahr um knapp 14 Prozent an.

    Im vergangenen Jahr investierten deutsche Unternehmen über drei Milliarden Euro in die russische Wirtschaft. „Neben Großprojekten wie Nord Stream 2 sind es gerade deutsche Mittelständler und Familienbetriebe, die Chancen erkennen, die der große russische Markt bietet“, wurde der AHK-Vorstandsvorsitzende Matthias Schepp zitiert. Der seit 2014 stark abgewertete Rubel mache Investitionen im größten Flächenstaat der Erde attraktiv.

    Lediglich in den Jahren 2006 bis 2008 waren nach Angaben der Bundesbank die deutschen Netto-Direktinvestitionen in Russland höher. 2007 war das Rekordjahr mit Investitionen von über 7,4 Milliarden Euro. Damals hatte der Essener Energiekonzern E.On (heute Uniper) etwa 4,6 Milliarden Euro in einen russischen Stromproduzenten investiert.

    „Gerade Unternehmen, die Russland gut kennen, lassen sich durch Sanktionen und politische Probleme nicht so schnell einschüchtern“, erklärte AHK-Chef Schepp.

    Zu den hohen Investitionen hätten auch Großprojekte wie die Ostseepipeline Nord Stream 2 beigetragen. „Deren Investitionsvolumen wird insgesamt mit neun Milliarden Euro beziffert, mit Wintershall und Uniper sind zwei deutsche Unternehmen als Geldgeber mit jeweils 950 Millionen Euro beteiligt. Volkswagen investierte seit 2014 mehr als eine halbe Milliarde Euro in den Ausbau seiner Produktionen in Kaluga und in Nischnij Nowgorod. Anfang April wohnten Präsident Wladimir Putin und Wirtschaftsminister Peter Altmaier der Eröffnung des Mercedes-Benz-Werkes unweit von Moskau bei, in die mehr 250 Millionen Euro investiert wurden.“

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    Tags:
    Zusammenarbeit, Wirtschaft, Geld, Finanzkrise, Investitionen, Nord Stream 2, Deutsch-Russische Auslandshandelskammer (AHK), AHK, Peter Altmaier, Russland, Deutschland