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    Gold-Barren (Archiv)

    Dieser europäische Staat hat nur noch einen Goldbarren in seinen Tresoren übrig

    © AFP 2019 / PATRICK HERTZOG
    Wirtschaft
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    Die estnische Zentralbank hat nach Informationen des Chefs der Finanzmarktabteilung Fabio Filipozzi nur noch einen Goldbarren in ihren Tresoren. Dies berichtet der TV-Sender ERR.

    Der in Estland verbleibende elf Kilo schwerer Barren sei in einiger Hinsicht ein „Ausstellungsstück“: Er soll vor 97 Jahren hergestellt worden sein und sein Wert werde auf etwa eine halbe Million Euro geschätzt. Allerdings reiche die Reinheit des Goldbarrens nicht aus, um tatsächlich im Finanzbereich eingesetzt werden zu können.

    Laut Filipozzi wird die überwiegende Mehrheit der bescheidenen estnischen Goldbarrenbestände – 256 Kilogramm – aus Sicherheitsgründen in New York City gelagert – „seit den Zeiten der Ersten Estnischen Republik“ und somit seit der Unabhängigkeit Estlands von Sowjetrussland im Jahr 1918.

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    In den 1990er Jahren habe das Land die überwiegende Mehrheit seiner Edelmetallbestände verkauft, um „andere Vermögenswerte“ zu erwerben. Die Bank habe etwa 660 Millionen Euro in Finanzwerte wie Aktien und Anleihen investiert.

    Medienberichten zufolge erhöhten die Zentralbanken im ersten Quartal 2019 ihre Goldreserven so stark wie seit sechs Jahren nicht mehr. Nach Angaben des World Gold Council war dabei die russische Zentralbank mit 55,3 Tonnen der größte Käufer.

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    Tags:
    Estland, Goldreserven, Goldbarren, Gold