10:31 12 Dezember 2019
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    Ölplattform im Norden Russlands

    Verunreinigtes russisches Öl: Vier Verdächtige festgenommen

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    Wirtschaft
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    Vor dem Hintergrund der jüngsten Unterbrechungen der russischen Öllieferungen nach Europa wegen verunreinigten Öls sind in der russischen Stadt Samara vier Verdächtige festgenommen worden. Sie alle sollen Mitglieder einer kriminellen Gruppierung sein.

    Die Verdächtigen seien in Untersuchungshaft, sagte der russische Energieminister Alexander Nowak am Dienstag. Um den Diebstahl des Rohstoffs zu verschleiern, hätten die Täter das Öl absichtlich verunreinigt.

    >>>Mehr zum Thema: Minderwertiges Öl aus Russland erreicht Polen<<<

    Zuvor hatten mehrere europäische Länder die Qualität des Öls, das über die russische Pipeline „Druschba“ (Freundschaft) fließt, beanstandet. Weißrussland beklagte im April einen erhöhten Gehalt von Chloriden im Erdöl aus Russland, die in den Raffinerien Schaden anrichten. Chloride werden bei der Förderung des Rohöls benötigt, anschließend aber wieder entfernt.

    Daraufhin wurden die russischen Öllieferungen nach Deutschland und Westeuropa teilweise unterbrochen.

    Das russische Erdölunternehmen „Transneft“ hatte seinerseits einen erhöhten Gehalt von Chloriden im Öl bestätigt und die Ergreifung von Maßnahmen zur möglichst schnellen Lösung des Problems angekündigt.

    Der russische Präsident Wladimir Putin räumte ein, dass der Vorfall mit verunreinigtem Öl einen enormen Image-Schaden für Russland gehabt habe. Er forderte von „Tatneft“, das System der Qualitätskontrolle zu verändern.

    >>>Mehr zum Thema: Pipeline „Druschba“: Russland kündigt Beseitigung des Problems mit Ölqualität an<<<

    Seit Anfang Mai fließt wieder sauberes Öl über die „Druschba“-Pipeline nach Weißrussland. Minister Nowak geht davon aus, dass sich die Situation bis zur zweiten Monatshälfte wieder vollständig normalisiere.

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    Tags:
    Öllieferungen, Öl, Deutschland, Weißrussland, Russland