12:33 19 November 2019
SNA Radio
    Havanna, Kuba Das Capitol-Gebäude in Havana, Kuba (Archivbild)

    Wegen Verschärfung des US-Embargos: Kuba steht womöglich vor Versorgungskrise

    © Sputnik / Mikhail Voskresenskiy © AP Photo / Javier Galeano
    1 / 2
    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    359165
    Abonnieren

    In Kuba droht eine Versorgungskrise. Die Regierung macht hierfür das US-Embargo verantwortlich und muss Produkte des alltäglichen Bedarfs rationieren. Auch die Lage in Venezuela spielt eine Rolle.

    Wegen der drohenden Versorgungsengpässe hat die kubanische Regierung eine Rationierung von bestimmten alltäglichen Produkten angeordnet, um eine „gerechte und vernünftige“ Verteilung zu gewährleisten.

    Hierzu gehören vor allem Lebensmittel und Hygieneartikel. So dürfen die Kubaner nun unter anderem Hühnchen, Reis, Eier, Bohnen, Wurst, Seife, Waschmittel und Zahnpasta nur noch in festgelegten Mengen kaufen, erklärte Handelsministerin Betsy Díaz am Freitag.

    >>>Mehr zum Thema: Wegen Venezuela: Pence droht mit hartem Vorgehen gegen Kuba<<<

    Laut der kubanischen Regierung ist die jüngste Verschärfung des US-Embargos gegen Kuba für die Versorgungsengpässe verantwortlich. Laut Wirtschaftsexperten könnte aber auch die Krise in Venezuela für die drohenden Versorgungsengpässe mitverantwortlich sein, da die beiden Länder eng miteinander verbunden sind.

    Kuba ist als Insel auf Lebensmittelimporte angewiesen: Rund zwei Drittel des Bedarfs muss in das Land von außen eingeführt werden. Die Regierung in Havanna nutzt hierbei nicht selten das venezolanische Öl, um die zahlreichen und teuren Importe zu bezahlen.

    Venezuela befindet sich aber selbst in einer schweren politischen und wirtschaftlichen Krise, sodass sich die Öllieferungen an Kuba halbiert haben.

    Am 23. Januar hatte sich der Präsident der Nationalversammlung von Venezuela, Juan Guaidó, während Protesten selbst zum „Übergangspräsidenten” des Landes erklärt und damit die Krise in dem Land ausgelöst. Die Vereinigten Staaten sowie mehrere Länder Lateinamerikas und weltweit auch andere, darunter das EU-Parlament, hatten Guaidó umgehend als Interimsstaatschef anerkannt.

    >>>Mehr zum Thema: Venezuela: Interimspräsident Guaidó sucht Kontakt zum US-Militär<<<

    Russland, China, die Türkei und weitere Staaten bekundeten dagegen Solidarität mit Maduro, der seinen Rücktritt ablehnte und von einem von den Vereinigten Staaten inszenierten Putschversuch sprach.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Rationierung, Lebensmittelembargo, Lebensmittel, Venezuela, USA, Embargo, Versorgungskrise, Kuba