21:23 08 April 2020
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    Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing hat einen massiven Umbau des seit Jahren darbenden Investmentbankings angekündigt, teilt die Agentur Reuters am Donnerstag mit.

    „Wir sind zu harten Einschnitten bereit”, sagte Sewing auf der Hauptversammlung des größten deutschen Geldhauses am Donnerstag in Frankfurt.

    Wir werden die Transformation beschleunigen - indem wir unsere Bank konsequent auf die profitablen und wachsenden Bereiche ausrichten, die für unsere Kunden relevant sind. Dafür stehe ich. Darauf können sie sich verlassen”, zitiert Reuters Sewing.

    Konkret wurde der 49-Jährige, der das größte deutsche Geldhaus seit gut einem Jahr führt, allerdings nicht.

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    Die Investmentbank des Konzerns hat sich in den vergangenen Jahren vom Prestigeobjekt zum Sorgenkind entwickelt. Vor allem in den USA, wo frühere Deutsche-Bank-Chefs mit den großen Wall-Street-Häusern konkurrieren wollten, ist das Institut inzwischen weit abgeschlagen. Sewing hat bereits im vergangenen Jahr, kurz nachdem er auf dem Chefsessel in den Frankfurter Doppeltürmen Platz nahm, im Aktienhandel oder bei Dienstleistungen für Hedgefonds den Rotstift angesetzt. Vielen wichtigen Aktionären reicht das aber nicht, weil die Eträge erodieren und der Bereich kaum Gewinne erwirtschaftet.

    Viel vor hat Sewing unter anderem mit der sogenannten Transaktionsbank, die Dienstleistungen im Zahlungsverkehr vor allem für Unternehmen anbietet, und der zum Konzern gehörenden Fondstochter DWS. „Es muss unser Ziel sein, hier einen der zehn größten Vermögensverwalter der Welt zu formen.” Dies sei erreichbar, „wenn wir organisch weiter wachsen und gleichzeitig offen sind für andere strategische Optionen, wenn sie sich uns bieten. Die Akquisitionswährung dafür haben wir mit dem Börsengang geschaffen.” Die DWS verhandelt mit der Schweizer Großbank UBS über eine mögliche Zusammenlegung mit deren Fondsparte. Auch andere große Vermögensverwalter sind an der DWS interessiert.

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